Lufthansa für Filmdreh nicht bereit

10. Dezember 2008

Setzt die Lufthansa wirklich die Forderungen der EU Flugverordnung vom 26.7.2008 um, so wie es der Pressesprecher Jan Bärwalde in verschiedenen Interviews erklärt?

Eine Frage, die ein Hamburger Filmteam nun auf den Grund gehen wollte. Leider scheiterte die Aktion bereits an den Toren der Lufthansa. Diese sahen sich für einen Dreh nicht bereit und erklärten, dass der „Organisationsaufwand“ zu groß sei. Eine Drehgenehmigung wurde nicht erteilt. Schade, liebe Lufthansa, hiermit hätte ein Zeichen gesetzt werden können.

Stattdessen steht die ungeklärte Frage im Raum, was  die Lufthansa denn genau meint mit der Aussage: „selbstverständlich setzen wir die neue EU Verordnung um“ (31.7.2008). Denn im September – also nur zwei Monate später – mußte ein Passagier der Lufthansa vor das Amtsgericht ziehen, um gegen den Konzern eine einstweilige Verfügung zu erwirken. Die Lufthansa wollte freiwillig auf einem Kurzstreckenflug keinen Bordrollstuhl bereitstellen!

KLM stellt sich doof

9. Dezember 2008

Weil KLM auf der Kurzstrecke keinen Bordrollstuhl und auf der Langstrecke keine bordrollstuhlzugängliche Toilette zur Verfügung stellen will, habe ich die Fluggesellschaft nun per eMail und auch telefonisch kontaktiert.

Sowohl in der eMail, also auch im Telefongespräch weise ich KLM ausdrücklich auf die Verpflichtung der Fluggesellschaften nach der EU Flugverordnung vom 26.7.2008 hin.

Das ernüchternde Ergebnis:

Unfortunately we did not find any information about the new law that you have mentioned about the wheelchair on board service on board of the Fokker aircrafts.

P.S. Im übrigen steht in der EU Flugverordnung in der Tat nichts von einer Verpflichtung drin‘ einen Bordrollstuhl mit zu führen. Wie aber – wenn nicht mit Hilfe eines Bordrollstuhls – soll die EU Verordnung, die PRM’s den Zugang zu einer Toilette ermöglicht, sonst erfüllt werden?

Flug nach China: KLM ohne Bordrollstuhl

4. Dezember 2008

Das Flugunternehmen KLM nimmt auf so genannten Kurzrstreckenflügen keinen Bordrollstuhl mit.  Wörtlich heißt es in dem Schreiben meines bemühten Reisebüros flug.de:

Leider werden auf innereuropäischen Flügen keine Bordrollstühle befördert. Ebenso kann die KLM Ihnen eine barrierefreie Bordtoilette nicht garantieren.

Medienecho zur Petition barrierefrei Fliegen

18. November 2008

Mittlerweile berichten – neben den vielen Internetmedien – auch die klassischen Medien über die Petition (hier mitzeichnen!) und ihre ersten Erfolge.

Medienecho

andere Reaktionen

Erster Erfolg! – Lufthansa jetzt mit Bordrollstuhl

15. November 2008

Die Deutsche Lufthansa stellt bei vorheriger Anmeldung einen Bordrollstuhl zur Verfügung! Nach einem Gespräch mit der Konzernkommunikation – in der ich mich als Kay Hansen vom Beirat für Menschen mit Behinderungen aus Kiel ausgab, um nicht abgewimmelt zu werden – versicherte mir ein Sprecher der Konzernkommunikation heute morgen diesen Service. Alle Passagiere, die den Bedarf 48h vor Reiseantritt anmelden, werden im Flieger einen Bordrollstuhl vorfinden, so die Deutsche Lufthansa.

Screenshot lufthansa.deDie Meldung ist so brandaktuell, dass sie noch keinen Eingang auf die offizielle Internetseite der Deutschen Lufthansa gefunden hat, in der bisher nur geschrieben wird, dass der Bordrollstuhlservice auf Langstrecken angeboten wird – nicht jedoch auch auf Kurzstreckenflügen. Auf meine zahlreichen schriftlichen Anfragen hatte sich die Deutsche Lufthansa bis heute nicht konkret äußern können, ob sie einen Bordrollstuhl zur Verfügung stellt.

Das ist ein erster Erfolg und ein wichtiger Schritt in Richtung Barrierefreiheit über den Wolken! Sie ist offensichtlich eine Reaktion auf die seit dem 6.11 laufende Petition „Öffentliches Luftrecht – Barrierefreiheit im Flugverkehr“, die auf die diskriminierende und gesundheitsgefährdende Situation aufmerksam macht und einen politischen Diskurs in Gange gesetzt hat.

Petitionen – Barrierefreier Flugverkehr

25. Oktober 2008

Die Petition Barrierefrei zugängliche Toiletten im Flugverkehr wurde online eingereicht

Momentan befinden sich beide Petitionen in der Prüfungsphase.

Die Petition für den Bundestag im Wortlaut

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass Passagiere mit Mobilitätseinschränkungen, zum Beispiel Rollstuhlnutzer, einen barrierefreien Zugang zu Toiletten im bundesdeutschen Flugverkehr haben.

Dafür müßte im Flugzeug erstens ein Bordrollstuhl mitgeführt werden und zweitens eine Toilette in einer Größe verfügbar sein, in die der Passagier mit dem Bordrollstuhl hineinfahren kann.

weiter…

Petition – accessible air transportation

25. Oktober 2008

On 10/25/2008 the petition about accessible air transportation was handed in to the German Parliament. On 11/6/2008 the petition was published on the web site of the German Parliament.

Wording of The Petition

The German Bundestag (Parliament) shall pass a law, that passengers with reduced mobility (PRMs) – for example wheelchair user – get access to toilets in the German air transportation.

In order to enable PRMs to access the toilet on an airplane, two central conditions have to be fulfilled: first, the provision of an on-board wheelchair and second, the toilet has to be big enough to be accessible for the passenger using the on-board wheelchair.

Explanation

Passengers with reduced mobility using a wheelchair are not able to access a toilet on an airplane even after the new EU regulation came into effect on 7/26/2008. The airlines don’t fulfil the regulation, which claims “Assistance in moving to toilet facilities if required”.

But even considering the case, that the Airlines would provide adequate assistance – for example if they would offer an on-board wheelchair – the PRM would not be able to physically enter the toilet: The doors of the toilet cabins are too narrow and the space too small to be wheelchair accessible.

So, the first step would be to implement the EU regulation and to provide on-board wheelchairs. But in order to create access to the facilities, the toilets have to be designed in a way that make them wheelchair accessible. The toilet cabin should be big enough to enable a transfer from the wheelchair to the toilet.

This petition is important, because it affects a huge number of passengers. According to the United Nations roundabout ten per cent of the population has a handicap – that is more then 600 million persons worldwide. In Europe this number amounts to 68 million persons, wherof Germany is home to 8.6 million persons with a disability (Source: Federal Statistical Office).

Encouragement and ideas for the online discussion

  • Are you aware, that passengers with reduced mobility are expected no to use aoilets on an aircraft within Germany and Europe? This means that in many cases PRMs are expected not to use the toilet for several hours! PRMs are denied to follow up basic needs: the access to toilets!
  • People with disabilities are the biggest minority in the world. Why are they still being that heavily discriminated in respect to air transportation?
  • A new EU regulation (1107/2006) came into effect by July 2008. Why did the EU Commission fail in making the regulation more concrete? An essential claim should have been that air carriers are obliged to provide on-board wheelchairs. This claim should have been stated  as clearly and detailed  as in the US Air Transportation law “Nondiscrimination on the Basis of Disability in Air Travel”.
  • In the process of making new regulations, the commission of the European Union often takes a look to the way it was done in the United States. Obviously, they did not do it concerning this regulation. Why not?

You can discuss your view here in the comments or you go directly to the discussion forum of the petition (It is necessary to be logged in in order to send a comment).

Seat Guru

21. Oktober 2008

Seat Guru ist eine Website, die sich mit Sitzplätzen vieler Fluggesellschaften und Flieger auseinandersetzt. Auf der Seite kann man sich ein Bild machen, welche Plätze sich am besten für einen eignen.

Flugzeugklo bei geschlossener Tür

:: Screenshot eines Ausschnittes der Website www.seatguru.com (bearbeitet)

Das Beispiel zeigt den Airbus A 340 Version 2 bei GELÖSCHT. Im unteren Teil des Flugzeugs – siehe roter Kreis – besteht die Möglichkeit, die nebeneinanderliegenden Toiletten miteinander zu verbinden. Großes Klo im Airbus A 340 Dadurch wird die Toilettenkabine erweitert und ist dann zugänglich für einen Bordrollstuhl.

Große Bewegungsfreiheit gibt es dadurch zwar nicht, jedoch ermöglicht es einen gewissen Grad an Privatssphäre. Immerhin kann man die Tür hinter sich schließen!

Auf Anfrage schreibt Seatguru, dass sie in Zukunft auch Informationen zur Barrierefreiheit aufnehmen möchte. Bis jetzt ist zum Beispiel leider noch nicht erkennbar, welche Klos zu einer größeren Einheit erweiterbar sind.

Fakten über das Fliegen

11. Oktober 2008

HEUTE

  • 13 Millionen Menschen haben 2007 allein in den USA Flugreisen mit Behinderungen unternommen (Quelle Open Doors Organization, Studie von Harris Interaktive)
  • Personen mit Behinderung gaben 2007 in den USA 2,9 Milliarden Dollar für Reisen aus (verfügbares Gesamteinkommen 200 Milliarden)

MORGEN

  • 2020 werden 17% der US- und 20% der Weltbevölkerung Personen mit Behinderung sein
  • 2020 werden allein in den USA 52 Millionen Menschen über 65 Jahre alt sein

TENDENZEN

  • Menschen werden im Durchschnitt immer älter
  • eine Mehrheit wird bis ins hohe Alter mobil sein
  • Fluggesellschaften und Flughäfen werden sich allein aus marktwirtschaftlichen Motiven stärker an die Belange dieser Zielgruppe anpassen

Quelle: Vortrag von Thomas Brandt, Country Sales Manager von Delta Airlines während der Fachkonferenz zum barrierefreien Fliegen, PDF im Rahmen der ILA 2008, Berlin

Kein Klo über den Wolken

8. Oktober 2008

Seit 2 Monaten ist sie in Kraft, die neue EU Verordnung zum barrierefreien Flugverkehr. Die lang ersehnte Verordnung schreibt den Fluggesellschaften unter anderem vor, Passagieren bei Bedarf Hilfestellungen zu leisten, damit sie die Bordtoiletten erreichen und nutzen können. Theoretisch sollte es nun also für Passagiere mit Mobilitätseinschränkungen möglich sein, auf einem europäischen Flug die Toilette erreichen zu können. Ich selber bin im Rollstuhl unterwegs und so freute ich mich auf einen Flug, bei dem ich erstmals im europäischen Flugraum eine Toilette benutzen würde.

Doch es kam anders. Auf meinem Flug zwischen Hamburg und Paris wurde ich eines besseren belehrt: weder auf dem Hin- noch auf der Rückreise war der Flieger von GELÖSCHT so ausgestattet, dass ich eine Toilette benutzen konnte. Wortwörtlich heißt es ja in der Verordnung: „Erforderlichenfalls Hilfe, um zu den Toiletten zu gelangen.“ Genau um diese Hilfe bat ich die Stewardess, nachdem ich den dringenden Wunsch verspürt, eine Toilette aufzusuchen. Die Stewardess gab mir jedoch bald zu verstehen, dass Sie mir bedauerlicherweise nicht helfen könnte. Auch ein hinzugeholter Steward konnte nicht weiterhelfen. Ein Bordrollstuhl, mit dem der Transfer zwischen dem Sitzplatz und der Toilette realisiert hätte werden können, war an Bord nicht verfügbar und zur Toilette wollte, konnte oder durfte man mich nicht tragen. Das wäre zugegebenermaßen auch nicht meine Wunschvorstellung gewesen, dennoch ist man zu vielem bereit, wenn die Blase drückt. Aber tragen wollte man mich nicht. Also blieb ich ruhig auf meinem Sitz und sehnte dem nächsten Klo im Flughafen entgegen.

Die Rückreise verlief dann ähnlich: nach über drei Stunden, wovon ich  etwa eine Stunde wegen einer Startverzögerung im Flugzeug gesessen habe, konnte ich das erste Mal wieder eine Toilette aufsuchen. GELÖSCHT war auch auf dem Rückflug nicht entsprechend ausgestattet, die  gesetzlich geforderten Hilfestellungen zu geben. Nur hatte ich diesmal vorgesorgt und schon Stunden vorher nichts getrunken. Eine gleiche Situation wie auf dem Hinflug wollte ich nicht noch einmal erleben.

Gleich am nächsten Tag reichte ich eine schriftliche Beschwerde ein. In einer umgehend erfolgten Antwort brachte GELÖSCHT zwar ihr Bedauern über die „Unannehmlichkeiten“ zum Ausdruck, war sich jedoch keinerlei Pflichtverletzung bewußt.  Mein Hinweis, dass kein Bordrollstuhl zur Verfügung gestanden hätte, wurde mit folgenden Worten quittiert: „Es ist darin (in der EU Verordnung) nicht festgelegt, dass ein Bordrollstuhl auf einem Mittelstreckenflug mitgeführt werden muss“.

Unter dem Strich bleibt festzustellen: Nach wie vor kann man als Rollstuhlfahrer bei GELÖSCHT so gut wie keine Toilette benutzen. Zu befürchten ist allerdings, dass GELÖSCHT nicht die einzige Fluggesellschaft ist, die sich weigert das Fliegen barrierefreier und damit menschlicher zu machen. Auch die Deutsche Lufthansa windet sich seit mittlerweile drei Monaten unrühmlich gegen eine Anfrage, ob sie einen Bordrollstuhl auf europäischen Flügen bereitstellt.

GELÖSCHT gegen Bordrollstuhl

3. Oktober 2008

GELÖSCHT – die umsatzstärkste Fluggesellschaft der Welt – weigert sich auch nach Inkrafttreten der EU Flugverordnung, auf Kurz- und Mittelstreckenflügen einen Bordrollstuhl mitzuführen. Selbst bei rechtzeitiger Anmeldung vor Reiseantritt würde der Bordrollstuhl nicht zur Verfügung gestellt werden. Eine Begründung was gegen eine Mitnahme des Bordrollstuhls spricht,  gibt GELÖSCHT – wie auch die Deutsche Lufthansa – nicht.

Zwar plane die Fluggesellschaft diesen Service „in Kürze“ anzubieten, jedoch leite sie aus der Verordnung für GELÖSCHT keine Verpflichtung ab, einen Bordrollstuhl mitzuführen. Wortwörtlich heißt es in dem Schreiben:

Laut der EU Regulierung 1107/2006 vom 05.07.2006, Anhang II sind alle Fluggesellschaften verpflichtet, erforderlichenfalls Hilfe zu leisten, um zu den Toiletten zu gelangen. Es ist darin nicht festgelegt, dass ein Bordrollstuhl auf einem Mittelstreckenflug (und als solcher wird der Flug Paris Charles de Gaulle nach Hamburg definiert) mitgeführt werden muss.

Flugzeugklo bei Delta Airlines – Video

30. September 2008

Hier der Beweis in Form eines Videos, das Flugzeugtoiletten bei Delta Airlines auch für Passagiere im Rollstuhl zugänglich sind: Es bedarf nur einer Prise Wagemut und Akrobatik sowie der freundlichen Hilfe eines kräftigen Stewards, um die über einen halben Meter von der Tür entfernte Toilettenschüssel zu erreichen:

Das Rezept zur Figur

Man platziere den Rollstuhl seitlich vor der etwa 40 cm breiten Toilettentür und bittet den Stewardess, seinen ausgestreckten Arm eine Brücke zum Türrahmen der Toilette zu bilden. Flugzeugklo von innenDie eine Hand fest um das Handgelenk gepackt, die andere Hand auf der Kante des Waschbeckens, schwinge man sich unter dem Arm des Stewards hindurch und vollziehe dabei eine knapp 180 Grad starke Drehung. Auf den Beinen sich abstützend, werde der Handgriff am Arm des Stewards gelöst und schnell an eine Halterung neben dem Klo gegriffen. Mit einer Art Klimmzug stemme man sich schließlich direkt auf die Kloschüssel. Fertig!

Ein Großteil der in direkter Nähe zur Toilette sitzenden Passagiere werden zwar unfreiwillige Zeugen dieser artistischen Einlage: Es gibt auch noch nicht einmal einen Vorhang, der bei dem intimen Vorgang eines Klobesuchs wenigstens etwas Sichtschutz bietet und ein Minimum an Privatsphäre erlaubt – und dennoch: wie in dem Video offensichtlich erkennbar: erreichbar ist die Toilette!

Rollstuhlzeichen auf Flugzeugtoilette Dies muß wohl auch der Grund sein, warum Delta Airlines die nicht barrierefreie Toilette mit einem Rollstuhlzeichen versehen hat. In einem anderen Zusammenhang würde wohl von Etikettenschwindel gesprochen werden, in der Luftfahrt ist dies leider üblich.

Flugzeugklo – Bilder

23. September 2008

Sind Flugzeugtoiletten auch für Rollstuhlfahrer nutzbar? Das Rollstuhlzeichen auf der Toilette jedenfalls suggeriert Zugänglichkeit und Barrierefreiheit. Auch ein Wickeltisch soll sich in dem WC befinden.

Toilettentür eines Flugzeugs

:: Das Foto zeigt die Außentür einer Flugzeugtoilette in einem GELÖSCHT Flugzeug

Wird die Tür jedoch geöffnet, sieht die vermeintlich barrierefreie Toilette aus wie jede andere Toilette auf Kontinentalflügen: klein und so eng dass noch nicht einmal ein Bordrollstuhl dort heineinpassen würde. Für einen klappbaren Wickeltisch für Kleinkinder fand sich erfreulicherweise genügend Platz.

Flugzeugklo von innen

:: Die Flugzeugtoilette von innen

In diesem Fall öffnet die Tür nach außen; bei vielen anderen Bordtoiletten werden Falttüren eingesetzt, die den Innenraum beim Schließen und Öffnen noch stärker verkleinern.

Flugzeugklo bei geschlossener Tür

:: Die Flugzeugtoilette von innen bei geschlossener Tür

So sehen die Toiletten in aller Regel auf Kontinentalflügen aus, also auf sogenannten Kurz- und Mittelstreckenflügen von 1-4 stündiger Dauer. Um in diese Minitoiletten hineinzukommen, bedarf es einiger Akrobatik und es besteht ein hohes Verletzungsrisiko. Möglicherweise wird aus diesem Grund ein Bordrollstuhl selbst nach Inkrafttreten der EU Flugzeugverordnung gar nicht erst mitgeführt.

Auf internationalen Flügen können zwei solcher Minitoiletten zu einer etwas größeren zusammengeschlossen werden. In solchen Fällen wird die Toilette mit einem Bordrollstuhl zugänglich.

Vorbild USA

12. September 2008

Warum ist in den USA die Mitnahme eines Bordrollstuhl seit Jahren moeglich, waehrend er in Europa bis heute noch nicht einmal konkrete Erwaehnung in der EU Flugverordnung gefunden hat?

Fuer Delta Airlines jedenfalls war es auf einem kurzen Flug zwischen Atlanta und Savannah kein Problem einen Bordrollstuhl mitzufuehren – und das, obwohl die Maschine nur ueber einen Mittelgang und ca. 100 Sitzplaetze verfuegte. Klasse!

Die USA hat bereits seit 1992 gesetzlich bindende Bestimmungen ueber die Barrierefreiheit im Flugverkehr. Unter anderem gehoert hierzu die Mitnahme eines Bordrollstuhls auf Kurz- und Mittelstreckenfluegen. Fuer mehr Informationen hier klicken.

GELÖSCHT – kein Klo auf Kurzstrecke

12. September 2008

Die neue EU Flugverordnung scheint GELÖSCHT noch nicht erreicht zu haben. Auf meinem Kurzstreckenflug von Hamburg nach Paris am 8.9.2009 gab es fuer mich als mobilitaetseingeschraenkten Passagier keine Moeglichkeit die Bordtoilette aufzusuchen. Und dass, nachdem die Verordnung die Fluggesellschaften dazu verpflichtet, allen Passagieren einen Zugang zu den Toiletten zu ermoeglichen!

Von hoechster Stelle wurde mir geraten, mich bei GELÖSCHT zu beschweren. Die Beschwerde samt Schmerzensgeldforderung liegt ab heute bei GELÖSCHT im digitalen Postfach.