Mit ‘Petition’ getaggte Artikel

Nagelneue Bordrollstühle bei Lh

Sonntag, 30. Mai 2010
Bordrollstuhl - handlich verpackt

Bordrollstuhl - handlich verpackt

Lufthansa mit frischen, fabrikneuen Bordrollstühlen ausgestattet

Auch die Bordcrew war positiv überrascht und wollte den neuen Bordrollstuhl gleich ausprobieren. Wir warteten allerdings bis alle Passagiere auf dem Flug zwischen Hamburg und München mit Getränken versorgt waren.

Dann wurde der Rollstuhl entpackt und entfaltet. “Ganz leicht”, wie die beiden Stewardess erzählten. Allein das Schieben und Ziehen des Minirollstuhls durch den Gang zur Toilette ist  etwas beschwerlich. Der Gang ist eng und die Rollen tun sich schwer mit dem Teppichfussboden. Ansonsten funktioniert der Minirollstuhl problemlos.

Auch vom Gewicht leicht: geschätzte fünf Kilogramm

Auch vom Gewicht leicht: geschätzte fünf Kilogramm

Lufthansa will diesen Bordrollstuhl in Zukunft auf allen eigenen Strecken als festes Equipment mitführen (Überraschungsanruf von Lufthansa). Auch wenn über diesen neuen Service auf Kurzstrecken noch immer nichts geschrieben steht auf der Lufthansa Homepage!!

So, Phase I der Petition für barrierefreies Fliegen ist gezündet. Jetzt müssen die Toilettenkabinen noch so umgestaltet werden, dass sie für Bordrollstühle zugänglich werden.

Definitiv ein Thema für die Konferenz auf der ILA 2010 ( mehr auf Kobinet).

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Realität überholt Bundestag

Montag, 08. März 2010
Bundesadler

Bundesadler

Soll der EU Kommission empfohlen werden, den Bordrollstuhl in die Flugverordnung aufzunehmen?

Im Frühjahr steht die Bewertung der Flugverordnung an: Alle europäischen Staaten sollen der EU berichten, ob die Flugverordnung ausreichend umgesetzt wird.

Auch in Deutschland steht eine Evaluierung an. Das Verkehrsministerium hat daher den Auftrag bekommen, dem Bundestag bis Ende 2009  schriftlich mitzuteilen, ob und wie die Forderung aus der Petition in dem Bericht berücksichtigt werden.

Klaus Hagemann, Mitglied des Bundestags und Sprecher der Arbeitsgruppe Petitionen schreibt in einem Zwischenbericht:

Die Verpflichtung zur Mitnahme eines Bordrollstuhls wurde bewusst nicht mit in die Verordnung aufgenommen wurden!

Angeblich waren sich alle einig, sogar die Interessensverbände für Menschen mit Behinderung. Eine Begründung liefert er nicht.

Weiter gibt er den nicht sehr vielversprechenden Ausblick:

Ob in der Stellungnahme der Bundesregierung an die Kommission die Empfehlung ausgesprochen wird, dass Bordrollstühle mitzuführen sind, …, wird noch sorgfältig geprüft.

Kann es sein, dass das Thema so langen “sorgfältigen Prüfungen” unterzogen werden soll, bis es sich von selbst klärt? Die Lufthansa punktet jedenfalls und greift der Politik voraus:  Sie arbeitet bereits daran, Bordrollstühle zum festen Equipment ihrer Flugflotte zu machen.

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Petition – Bundestag hat getagt

Freitag, 18. Dezember 2009
Bundesadler

Bundesadler

Und sagt: ein Recht auf Klo gibt es nicht! Jedenfalls nicht im deutschen Flugverkehr.

Warum nicht? Im Wortlaut heißt es auf Seite Vier der siebenseitigen Begründung (PDF):

Im deutschen Flugverkehr würden häufig Flugzeuge eingesetzt, die den Transport eines Bordrollstuhls aus Platzgründen nicht zulassen.

Die Konsequenz:

Einschränkungen müssen hier zwangsläufig für jeden Reisenden – insbesondere beim Besuch der Bordtoilette – in Kauf genommen werden.

Zur Erinnerung sei festgehalten, dass ein moderner Bordrollstuhl im gefalteten Zustand in etwa die Ausmaße einer Handtasche hat… Doch: Wo kein Wille da kein Weg, möchte man an dieser Stelle denken.

Etwas Gutes bringt die Petition dennoch zu Tage:

  • Ich habe die Unterstützung von vielen Freunden und MitzeichnerInnen nicht nur aus Deutschland und Europa erfahren. Herzlichen Dank an Euch, das ist toll!
  • Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ist seitdem ein treuer Begleiter und regelmäßiger Besucher dieses Blogs.

Nicht verschweigen möchte ich ferner, dass der Petitionsausschuss auch lobende Worte findet. So heißt es, dass das Engagement des Petenten zur Schaffung von Barrierefreiheit im Flugverkehr ausdrücklich begrüßt wird.

Nach Ansicht des Bundestags konnte die Petition bereits Ziele verbuchen. So würde die Lufthansa allen Passagieren bei Bedarf einen Bordrollstuhl bereitstellen. (Seltsam nur, dass  ich bei meinem jüngsten Flug mit der Lufthansa wieder ohne Bordrollstuhl fliegen mußte. Na ja.)

Und noch eine Perspektive zum Schluß:

Alle europäischen Staaten sollen der EU Anfang 2010 mitteilen, ob die Flugverordnung ausreichend umgesetzt wird. Auch in Deutschland steht eine Evaluierung an. Das Verkehrsministerium hat daher den Auftrag bekommen, dem Bundestag bis Ende 2009  schriftlich mitteilen, ob und wie die Forderung aus der Petition in dem Bericht berücksichtigt werden.

Vieles deutet hin auf eine finale Entscheidung in Brüssel oder Straßburg. Es bleibt spannend.

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Post aus Brüssel und Berlin

Sonntag, 22. März 2009

Ende Oktober 2008 reichte ich die beiden Petititionen für barrierefreies Fliegen ein, in diesen Tagen erhielt ich zwei Antwortschreiben: eines vom Deutschen Bundestag, das andere vom EU Parlament in Brüssel.

Berlin sagt, die “Ermittlungen” seien abgeschlossen und die Petition wird “den als Berichterstattern eingesetzten Abgeordneten zugeleitet und dann im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages beraten”. Das ist doch mal was, das find’ ich gut! Mal sehen, was dabei ‘rumkommt.

Antwort aus Berlin (PDF, 500 KB)

Brüssel jedoch  gibt sich widersprüchlich: Einerseits stellt der Ausschuss fest, dass die Bordrollstuhl-Problematik den “Tätigkeitsbereich der EU betrifft”, weiter heißt es aber, dass sich der Petitionsausschuss mit dem Anliegen nicht befassen kann! Eine Begründung  wird leider nicht mitgeliefert. Hmm, soll dass wirklich das letzte Wort gewesen sein?

Antwort aus Brüssel (PDF, 500 KB)

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TAZ – Die Grenzen über den Wolken

Samstag, 10. Januar 2009

Portrait Kay Macquarrie
Foto: Svenja Naudszus

Am 9.1.2009 veröffentlichte die TAZ einen Artikel über die Situation im Flieger. Auch wenn die Rollstühle heutzutage doch etwas sportlicher aussehen, als in der Onlineausgabe gezeigt, ist der Beitrag insgesamt ‘ne glatte Eins. DANKE!

Link zum Artikel in der TAZ
Ansicht als PDF 1,7MB

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Petition Barrierefreies Fliegen

Freitag, 09. Januar 2009

go straight to the english version

Seit dem 20.12.2008 befindet sich die Petition “Öffentliches Luftrecht – Barrierefreiheit im Flugverkehr” – die von der sagenhafte Anzahl von 571 Leuten mitgezeichnet wurde – in der parlamentarischen Prüfung. Bei entsprechender Relevanz (was immer das bedeuten mag), wird sie dem Bundestag vorgelegt.

Petition Parlamentarische Prüfung

+++ NEUESTES +++

TAZ veröffentlicht Artikel +++ Petition nun in der Parlamentarischen Prüfung +++ Hempels veröffentlicht Interview +++ Ministerin Trauernicht dankt für Engagement +++ Der Albrecht veröffentlicht Artikel +++ mehr unter Medienecho

Hintergrund der Petition – Kein Klo über den Wolken

Fliegen ist mittlerweile so normal wie Auto- und Bahnfahren – für fast alle Menschen in Europa. Nicht aber für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. So hat diese Zielgruppe auch nach Inkrafttreten der EU Flugverordnung vom Juli 2008 beispielsweise keine Chance, auf Kurz- und Mittelstreckenflügen eine Toilette aufzusuchen.

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Was muss, das muss

Sonntag, 14. Dezember 2008

Interview aus der Kieler Hochschulzeitung “Der Albrecht”

von Kristiana Ludwig, Fotos von SN

Anhalten und abfliegen

Kay MacquarrieFür Rollstuhlfahrer beginnen Flüge mit einer Wahl: Kann ich es mir für die nächsten Stunden verkneifen oder möchte ich zu Hause bleiben? Und auf langen Flügen: Kann ich auch mit geöffneter Tür auf dem Klo entspannen oder trinke ich heute lieber gar nichts? Flugzeugtoiletten sind häufig diskriminierend. Kay Macquarrie wohnt in Kiel, er ist Webdesigner und Rollstuhlfahrer. Und kämpft mit einer Petition beim Bundestag für die Umsetzung einer EU-Verordnung, die Fluggesellschaften verpflichtet, Hilfestellung zu leisten. Er pocht dabei auf ein Grundrecht: die Würde.

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Ministerin dankt!

Samstag, 13. Dezember 2008

Heute kam Post vom Ministerium: Frau Dr. Trauernicht – Sozialministerin Schleswig-Holsteins – bedankt sich für das Engagement für Barrierefreiheit im Flugverkehr. Das ist doch was!
Schreiben Ministerium TrauernichtWörtlich heißt es in dem Schreiben:

Mit Ihrem Engagement haben Sie bereits einen wichtigen ersten Erfolg erzielen können. Die Lufthansa erklärt, dass sie nach vorheriger Anmeldung einen Bordrollstuhl zur Verfügung stellen wird. Dies soll Vorbild auch für andere Flugggesellschaften sein. Schreiben herunterladen (PDF)

Vielen Dank an dieser Stelle allen bislang 502 Mitzeichnenden der Petition und all denen, die das Anliegen auf vielfache Weise unterstützen: Durch Weitersagen und Weiterleiten, durch Feedback – auch aus internen Stellen der Organisationen, darunter Politiker, Richter und Anwälte sowie leitende Crewmitglieder – und durch Berichterstattung in Online und Printmedien!

Die Deutsche Lufthansa – bisher im Zentrum der Kritik – hat sich als einzige Fluggesellschaft Europas für eine Mitnahme des Bordrollstuhls ausgesprochen. Bleibt zu hoffen, dass andere Fluggesellschaften folgen werden. Auch GELÖSCHT sieht dringenden Handlungsbedarf und zahlte wegen der aktiven Mißachtung der EU Flugverordnung 300 Euro Schmerzensgeld, obwohl GELÖSCHT auf der anderen Seite behauptet, dass die Mitnahme des Bordrollstuhls nicht in der EU Flugverordnung vorgesehen ist. KLM schließt sich der Meinung von GELÖSCHT an und verweigert die Mitnahme des Bordrollstuhls (siehe KLM stellt sich doof). Die Auslegung der neuen EU Verordnung bleibt also individuell.

Mal sehen, wie lange noch.

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Medienecho zur Petition barrierefrei Fliegen

Dienstag, 18. November 2008

Mittlerweile berichten – neben den vielen Internetmedien – auch die klassischen Medien über die Petition (hier mitzeichnen!) und ihre ersten Erfolge.

Medienecho

andere Reaktionen

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Petitionen – Barrierefreier Flugverkehr

Samstag, 25. Oktober 2008

Die Petition Barrierefrei zugängliche Toiletten im Flugverkehr wurde online eingereicht

Momentan befinden sich beide Petitionen in der Prüfungsphase.

Die Petition für den Bundestag im Wortlaut

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass Passagiere mit Mobilitätseinschränkungen, zum Beispiel Rollstuhlnutzer, einen barrierefreien Zugang zu Toiletten im bundesdeutschen Flugverkehr haben.

Dafür müßte im Flugzeug erstens ein Bordrollstuhl mitgeführt werden und zweitens eine Toilette in einer Größe verfügbar sein, in die der Passagier mit dem Bordrollstuhl hineinfahren kann.

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Petition – accessible air transportation

Samstag, 25. Oktober 2008

On 10/25/2008 the petition about accessible air transportation was handed in to the German Parliament. On 11/6/2008 the petition was published on the web site of the German Parliament.

Wording of The Petition

The German Bundestag (Parliament) shall pass a law, that passengers with reduced mobility (PRMs) – for example wheelchair user – get access to toilets in the German air transportation.

In order to enable PRMs to access the toilet on an airplane, two central conditions have to be fulfilled: first, the provision of an on-board wheelchair and second, the toilet has to be big enough to be accessible for the passenger using the on-board wheelchair.

Explanation

Passengers with reduced mobility using a wheelchair are not able to access a toilet on an airplane even after the new EU regulation came into effect on 7/26/2008. The airlines don’t fulfil the regulation, which claims “Assistance in moving to toilet facilities if required”.

But even considering the case, that the Airlines would provide adequate assistance – for example if they would offer an on-board wheelchair – the PRM would not be able to physically enter the toilet: The doors of the toilet cabins are too narrow and the space too small to be wheelchair accessible.

So, the first step would be to implement the EU regulation and to provide on-board wheelchairs. But in order to create access to the facilities, the toilets have to be designed in a way that make them wheelchair accessible. The toilet cabin should be big enough to enable a transfer from the wheelchair to the toilet.

This petition is important, because it affects a huge number of passengers. According to the United Nations roundabout ten per cent of the population has a handicap – that is more then 600 million persons worldwide. In Europe this number amounts to 68 million persons, wherof Germany is home to 8.6 million persons with a disability (Source: Federal Statistical Office).

Encouragement and ideas for the online discussion

  • Are you aware, that passengers with reduced mobility are expected no to use aoilets on an aircraft within Germany and Europe? This means that in many cases PRMs are expected not to use the toilet for several hours! PRMs are denied to follow up basic needs: the access to toilets!
  • People with disabilities are the biggest minority in the world. Why are they still being that heavily discriminated in respect to air transportation?
  • A new EU regulation (1107/2006) came into effect by July 2008. Why did the EU Commission fail in making the regulation more concrete? An essential claim should have been that air carriers are obliged to provide on-board wheelchairs. This claim should have been stated  as clearly and detailed  as in the US Air Transportation law “Nondiscrimination on the Basis of Disability in Air Travel”.
  • In the process of making new regulations, the commission of the European Union often takes a look to the way it was done in the United States. Obviously, they did not do it concerning this regulation. Why not?

You can discuss your view here in the comments or you go directly to the discussion forum of the petition (It is necessary to be logged in in order to send a comment).

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