Mit ‘Airlines’ getaggte Artikel

Nachgehakt – Lufthansa bald barrierefrei?

Samstag, 01. August 2009

rechtaufklo hakt nach bei der Lufthansa. Diese hatten angekündigt, ihre “Classic Flotte” mit einem Bordrollstuhl zu versehen. Wann werden die Umbauarbeiten abgeschlossen sein und was ist mit den Fliegern, die nicht zur Classic Flotte gehören?

Platz für Bordrollstuhl

Platz für Bordrollstuhl - Lufthansa rüstet Flotte barrierefrei um

in english: The German Lufthansa plans to make their short-haul flights more accessible for passengers with reduced mobility (PRM). In several weeks they want to provide on-board wheelchairs on their “classic fleet” aircrafts. In an E-Mail the Lufthansa is aked to specify when their fleet will be wheelchair ready and what happens, if a PRM uses a flight, which does not belong to the categorie “classic fleet”.

E-Mail an Lufthansa

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre E-Mail vom 21. Juli 2009.

Ich bitte um schriftliche Klarstellung folgender Punkte, die in Ihrer E-Mail angesprochen werden:

  1. Bis wann genau erfolgt die Umrüstung der Maschinen und die Ausstattung mit einem dauerhaft untergebrachten Rollstuhl?
  2. Sie schreiben, dass die Umrüstung die Maschinen der Lufthansa Classic Flotte betrifft. Wie viel Prozent der Lufthansa Flotte machen diese Maschinen aus? Was passiert, wenn ein Bordrollstuhl in einem Flieger benötigt wird, der nicht zu der Kategorie “mit Bordrollstuhl” gehört?
  3. Ich fordere Sie erneut auf, die Entschädigungszahlung zu leisten. Die Grundlage für eine Zahlung ergibt sich aus der Verletzung der mangelhaft erbrachten Beförderung.

Ihren Ausdruck des Bedauerns, dass die Lufthansa Hotline unterschiedliche und widersprüchliche Angaben gemacht hat, nehme ich dankend zur Kenntnis.

Mit freundlichen Grüßen
Kay Macquarrie

Initiative www.rechtaufklo.de

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Flying with Ryanair

Dienstag, 23. Juni 2009

Who thinks travelling with Ryanair is  unconfortable might be right:  expensive drinks, not exactly spacious seats and lots of information that you didn’t ask for (“wanna play lotto on-board?”).  And the low-budget airline definiteley gives you a hard time, in case you need something beyond the standards.

Ryanair Airplane
Ryanair Airplane

Still for passengers with reduced mobility they do offer some services.  If you book a flight,  you can already check online what kind of services you need ( This opportunity is not even part of the procedure of the Deutsche Lufthansa or of any other airline I travelled with so far). Another benefit might be related to the size of the aiport. Since ryanair uses own airports they are generally pretty small (Lübeck, Stansted, Skavsta). And I experienced that the smaller the airport the better I can deal with the airport staff about my wishes.

But then again all of the airplanes I used so far, they refused to provide an on-board wheelchair. And so did Ryanair. No on-board wheelchair and no alternative equipment, neither on the outbound flight nor on the way back.  Both of the cabin crews were willing but were not able to help me getting to the toilet.

I handed in a complaint and received the following answer from Ryanair:

Passengers must be capable of using toilet facilities unaided. If not, then he/she must be travel with an able bodied accompanying person aged 16 and over who must be capable of providing the assistance required.

Click here for reading the ryanair_answer

Click here to see more images on flickr

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Holland in Klo-Not

Donnerstag, 05. März 2009

Meine Fluggesellschaft verweigerte mir auf dem Teilflug HH-Amsterdam den Zugang zu einem Klo! Und dass trotz frühzeitiger Anmeldung und ausführlichstem Briefwechsel.

“That is not possible” war die schlichte Antwort beider Besatzungsmitglieder, sowohl auf dem Hinflug nach Amsterdam, als auch auf dem Rückflug nach Hamburg. “I am very sorry”, fügte die offensichtlich persönlich betroffene Chefstewardess hinzu ” I never thought about this…”. 

Ist ja auch nicht ihre Schuld, sondern ein generelles, ein strukturelles Problem, dass viele, wenn nicht alle europäischen Airlines betrifft. Ich frage mich – warum zum Himmel – ist es scheinbar umöglich, einen einfachen Bordrollstuhl zur Verfügung zu stellen? Ich wäre sehr dankbar, wenn auch nur ein Mensch in Europa mir darauf eine plausible Antwort geben könnte.

Und das Beste zum Schluß: die eingesetzte Maschine war hochmodern und für Flugzeuge dieser Größe “barrierefrei” eingerichtet:


Barrierefrei ausgebaute Toilettenkabine einer Embraer 190, Foto: privat

Das WC verfügte über mehrere Haltegriffe (seitlich 2, einen Haltegriff von der Decke hängend). Die Toilette war seitlich positioniert, so dass der Transfer mit einem Bordrollstuhl problemlos und ohne fremde Hilfe von mir hätte durchgeführt werden können. Ein extra eingerichteter Vorhang kann bei Bedarf den Toilettenraum erweitern und somit zusätzliche Privatssphäre schaffen. Im Flieger befand sich sogar Abstellplatz für einen persönlichen Rollstuhl!

Allein, ein Bordrollstuhl befand sich nicht an Bord des Flugzeugs. 

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Kampf ums Klo – NDR Beitrag auf Youtube

Donnerstag, 05. Februar 2009

Leute mit Mobilitätseinschränkungen (PRMs) kommen im Flugzeug nur schwer oder überhaupt nicht aufs Klo. Trotz neuer EU Flugverordnung weigern sich die meisten Airlines, den Toilettenbesuch für PRMs zu ermöglichen, z.B. in dem sie einen Bordrollstuhl und größere Toiletten anbieten würden – bisher sind die Airlines erfolgreich!

Der Auszug aus dem “Schleswig-Holstein Magazin” des NDR vom 30.1.2009 zeigt die Thematiknun erstmalig im Bewegtbild:

Auf Youtube ist der Clip zu finden unter: http://www.youtube.com/watch?v=C4_IPvuCXqc

Dieser Film wurde ermöglicht mit freundlicher Unterstützung der Deutschen Lufthansa.


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Flugzeugklo bei Delta Airlines – Video

Dienstag, 30. September 2008

Hier der Beweis in Form eines Videos, das Flugzeugtoiletten bei Delta Airlines auch für Passagiere im Rollstuhl zugänglich sind: Es bedarf nur einer Prise Wagemut und Akrobatik sowie der freundlichen Hilfe eines kräftigen Stewards, um die über einen halben Meter von der Tür entfernte Toilettenschüssel zu erreichen:

Das Rezept zur Figur

Man platziere den Rollstuhl seitlich vor der etwa 40 cm breiten Toilettentür und bittet den Stewardess, seinen ausgestreckten Arm eine Brücke zum Türrahmen der Toilette zu bilden. Flugzeugklo von innenDie eine Hand fest um das Handgelenk gepackt, die andere Hand auf der Kante des Waschbeckens, schwinge man sich unter dem Arm des Stewards hindurch und vollziehe dabei eine knapp 180 Grad starke Drehung. Auf den Beinen sich abstützend, werde der Handgriff am Arm des Stewards gelöst und schnell an eine Halterung neben dem Klo gegriffen. Mit einer Art Klimmzug stemme man sich schließlich direkt auf die Kloschüssel. Fertig!

Ein Großteil der in direkter Nähe zur Toilette sitzenden Passagiere werden zwar unfreiwillige Zeugen dieser artistischen Einlage: Es gibt auch noch nicht einmal einen Vorhang, der bei dem intimen Vorgang eines Klobesuchs wenigstens etwas Sichtschutz bietet und ein Minimum an Privatsphäre erlaubt – und dennoch: wie in dem Video offensichtlich erkennbar: erreichbar ist die Toilette!

Rollstuhlzeichen auf Flugzeugtoilette Dies muß wohl auch der Grund sein, warum Delta Airlines die nicht barrierefreie Toilette mit einem Rollstuhlzeichen versehen hat. In einem anderen Zusammenhang würde wohl von Etikettenschwindel gesprochen werden, in der Luftfahrt ist dies leider üblich.

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Mobilität für alle

Mittwoch, 03. September 2008

Folgend ein Auszug aus dem Vortrag “Mobilität für alle – Eine Herausforderung für Europa” von Dr. Volker Sieger. Der Leiter des IbGM (Institut für barrierefreie Gestaltung und Mobilität) hatte im Rahmen der Europäischen Konferenz zur Intergration behinderter Menschen am 11./12. Juni 2007 eine Bestandsaufnahme zur Barrierefreiheit in Deutschland und Europa gegeben und seine Sicht der Dinge dargestellt.

Der Auszug aus seiner Rede schildert den Status Quo der Barrierefreiheit im Flugverkehr:

Mit der im Jahr 2006 beschlossenen Verordnung über die Rechte von behinderten Flugreisenden (Nr. 1107/2006) wurde die diskriminierungsfreie Beförderung im Luftverkehr durch die EU umfassend geregelt. Der Ausschluss von einer Flugreise auf Grund einer vorliegenden Behinderung oder Mobilitätseinschränkung ist nur noch innerhalb eng gesteckter Grenzen, beispielsweise aus Sicherheitsgründen, möglich. Zwar besteht aus meiner Sicht an dem einen oder anderen Punkt der Verordnung durchaus Verbesserungspotenzial. Ungeachtet dessen ist damit jedoch die diskriminierungsfreie Beförderung behinderter und in ihrer Mobilität eingeschränkter Personen vom Grundsatz her geregelt worden. Über eine mögliche und aus meiner Sicht notwendige Anhebung der Entschädigungshöchstgrenzen für beschädigte oder verloren gegangene Hilfsmittel läuft derzeit eine Untersuchung, deren Ergebnisse abzuwarten bleiben.

Zwar appelliert die angesprochene Verordnung an Flughafenbetreiber und Fluglinien gleichermaßen, beim Bau oder der Renovierung neuer Flughäfen und Abfertigungsgebäude bzw. bei der Neuanschaffung oder Neugestaltung von Flugzeugen so weit wie möglich die Bedürfnisse von behinderten und in ihrer Mobilität eingeschränkten Fluggästen zu berücksichtigen. Eine Verpflichtung zur barrierefreien Gestaltung, die den Belangen der Betroffenen in der Praxis tatsächlich gerecht wird, ist damit jedoch nicht verbunden. Während die barrierefreie Neugestaltung von Flughäfen und Abfertigungsgebäuden noch ein relativ unproblematisches Unterfangen darstellt, sofern das Baurecht des jeweiligen Mitgliedsstaates hierzu entsprechende Regelungen enthält, sieht es bei der Zugänglichkeit und Kabinengestaltung von Flugzeugen viel problematischer aus.

Leider existieren in Europa keine auf die Bedürfnisse behinderter Menschen tatsächlich zugeschnittenen Mindeststandards für die barrierefreie Gestaltung von Flugzeugen. Für einen nicht unerheblichen Personenkreis bedeutet dies, dass er trotz vorhandener Hilfeleistungen nicht diskriminierungsfrei mit dem Flugzeug verreisen kann. Den Betroffenen wird abverlangt, ihre Mobilitätshilfe – in der Regel einen auf ihre Bedürfnisse angepassten Rollstuhl – gegen ein auf die Zugänglichkeit eines Flugzeuges zugeschnittenes Hilfsmittel einzutauschen und sich darüber hinaus von fremden Personen tragen zu lassen. Mindestens ebenso gravierend ist, dass für sehr viele behinderte Menschen keine Zugänglichkeit und Nutzbarkeit der Bordtoilette gegeben ist.

Aus meiner Sicht besteht hinsichtlich der Implementierung von Mindeststandards für die Flugzeuggestaltung, durch welche Diskriminierung tatsächlich und für alle verhindert wird, dringender Handlungsbedarf. Damit weiß ich mich im Übrigen in Übereinstimmung mit der UN-Konvention für die Rechte behinderter Menschen, die die Vertragsstaaten auffordert, Mindeststandards für den barrierefreien Zugang zu erlassen und ihre Umsetzung zu überwachen. Angesichts der Besonderheiten des Luftverkehrs können solche Standards nur europaweit festgeschrieben werden.

Die gesamte Rede ist hier als PDF herunterladbar.

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Der Hamburger Kessel

Samstag, 30. August 2008

Kein Klo auf Kurzstreckenflügen? Macht ja auch nichts, der Flug ist wie der Name schon sagt nur von kurzer Dauer, oder?

Nach Auffassung der Fluggesellschaften schon. Denn würden sie ihren Passagieren sonst ernsthaft zumuten, kein Klo aufsuchen zu dürfen? Wohl eher nicht. Das wäre dann wie der berühmte Hamburger Kessel auf dem Heiligengeistfeld. Bei diesem wurden über 800 Demonstranten gegen das Atomkraftwerk Brokdorf durch  Polizisten eingekesselt und durften 5 Stunden lang kein Klo benutzen. Uriniert wurde damals an Ort und Stelle.

Den Hamburger Kessel erleben Flugpassagiere, die ohne Bordrollstuhl keine Toilette aufsuchen können, täglich: im Europäischen Flugverkehr bei der Deutschen Lufthansa, bei Delta Airlines, bei Swiss Air und bei allen anderen Fluglinien. Es gibt keine Fluggesellschaft, die auf Kurzstreckenflügen PRM’s Zugang zu ihren Toiletten verschaffen. Eine Situation vergangener Zeiten? Mitnichten!

Aber wie lang ist ein Kurzstreckenflug? Ein Beispiel: Ein durchschnittlicher Flug von Hamburg  nach Palma de Mallorca dauert 2 Stunden und 40 Minuten. Hinzukommen 30 Minuten Preboarding, weil ein mobilitätseingeschränkter Passagier verpflichtet ist, vor allen anderen Passagieren in den Flieger zu gehen. Leider ist er auch verpflichtet, als letzter Passagier das Flugzeug zu verlassen. Es kommen im Schnitt also noch 30 Minuten Wartezeit hinzu. Da die WC Anlagen im Checkin Bereich in der Regel nicht barrierefrei sind, kommen gut und gerne 20 Minuten hinzu. Summiert ergibt die sogenannte Kurzstrecke geschlagene 4 Stunden. Und die können ungeheuer lang werden.

Im Hamburger Kessel waren es 5 Stunden. In einem Kurstreckenflug nach Spanien sind es für mobilitätseingeschränkte Menschen im Schnitt 4 Stunden. Und dies auch nur dann, wenn alles planmäßig läuft! Ein Kurzstreckenflug heißt also nicht, dass er von kurzer Dauer ist.

Letztendlich ist es einerlei, ob es 1 Stunde ist oder 4 Stunden: Wenn ein Passagier auf Klo muss, sollte die Fluggesellschaft sich ihrer Verantwortung stellen und den Zugang ermöglichen.

Die Menschen im Hamburger Kessel haben übrigens jeweils 200 Mark Entschädigung bekommen und die verantwortlichen Polizeiführer wurden wegen Freiheitsberaubung verwarnt (Quelle: Wikipedia).

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ILA 2008

Samstag, 26. April 2008

Im Rahmen der ILA 2008 – der internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung – wird am 29. Mai 2008, 10:00 – 18:00 Uhr eine Konferenz mit dem Namen Barrierefreiheit im Flugverkehr – Chancen und Nutzen? durchgeführt.

Flyer Lufthansa gegen Barrierefreiheit

:: Der Flyer “Lufthansa ungleich Barrierefreiheit” verdeutlicht den Mangel an Barrierefreiheit in Flugzeugen. Hier am Beispiel der Deutschen Lufthansa.

> druckbare PDF’s: deutsche Version / english version

Konferenztitel: Barrierefreiheit im Flugverkehr – Chancen und Nutzen?
Themenkategorie: Kommerzieller Luftverkehr, Politik und Wirtschaft
Veranstaltungsort: Konferenzzentrum Schönefeld-Nord, Raum MIKE
Veranstalter: Die Beauftragte der Bundesregierung f.d. Belange behinderter Menschen, Mauerstraße 53, 10117 Berlin

Mehr in Kürze.

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Müssen Airlines Bordrollstühle mitführen?

Sonntag, 09. Dezember 2007

Folgend eine E-Mail Korrespondenz mit dem Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission mit dem Ergebnis:

Europäische Fluglinien sind gesetzlich nicht verpflichtet, Bordrollstühle auf ihren Flügen mitzuführen.

18.12.2006 Anfrage an das Europäische Parlament
Sind Flugzeuggesellschaften gesetzlich verpflichtet eine barrierefreie Toilette an Bord bereitzustellen?
20061218_europaeischesparlament_anliegen.pdf

21.12.2006 Antwort des Europäischen Parlaments
Keine detaillierte Antwort möglich, Verweis auf die Europäische Kommission
20061221_europaeischesparlament_antwort.pdf

21.12.2006 Anfrage an die Europäische Kommission
Sind Flugzeuggesellschaften gesetzlich verpflichtet eine barrierefreie Toilette an Bord bereitzustellen?
20061221_europaeischekommission_anliegen.pdf

05.02.2007 Antwort der Europäischen Kommission
Europäische Fluglinine sind gesetzlich nicht verpflichtet, Bordrollstühle auf ihren Flügen mitzuführen

It is correct that Regulation 1107/2006 itself does not contain as provisions on wheelchair
accessible toilets aboard planes.

20070205_europaeischekommission_antwort.pdf

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