Mit ‘Klo’ getaggte Artikel

Huckepack aufs Klo

Freitag, 11. März 2016
Iberia - Bordrollstuhl bestätigt und dann doch keiner dabei

Iberia - Bordrollstuhl bestätigt und dann doch keiner dabei

Iberia, das war anders vereinbart. Im Vorfeld der Flugreise bekomme ich von euch die Bestätigung, dass auf meinen Flügen ein Bordrollstuhl dabei ist (wcob = wheelchair on board). Und was ist? Auf beiden Flügen kein solches Vehikel vorhanden. Nichts mit dem ich auf dem dreistündigen Flug ein Klo hätte aufsuchen können. Ich sage euch eins: das muss besser werden!

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Kieler Klos

Dienstag, 03. Februar 2015

Wie ist es um die Barrierefreiheit am Blücherplatz bestellt? Quelle Wheelmap

Es ist nicht erbaulich, nicht müssen zu dürfen. Leider aber noch zu häufig blanke Realität in deutschen Städten.

In Kiel ist es oft ratsam, genau hinzuschauen, wo man seinen Kaffee trinkt. Am Kieler Blücherplatz schmeckt der Kaffee zwar besonders lecker, man wird ihn dafür als Rollstuhlnutzer danach allerdings umso schwieriger wieder los!

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Ramsauer solls richten

Mittwoch, 31. August 2011

Dem Verkehrsminister liegt ein neuer Brief auf dem Tisch. Die Forderung: Klarheit schaffen in Sachen barrierefreies Fliegen. Das brennendste Thema des Offenen Briefs betrifft die Begleitperson von PRMs.

Soll es Airlines weiterhin frei gestellt sein, allein reisenden mobilitätseingeschränkten Passagieren spontan den Flug zu verweigern?

So wie jüngst geschehen, als der UN-Sonderberichterstatter Shuaib Chalklen seinen Flug nicht antreten konnte mit der hanebüchenen Begründung, weil er selbst nicht auf die Toilette gehen könnte! Als hätte eine Begleitperson einen Unterschied gemacht, bei den viel zu kleinen Bordtoiletten.

“Die Fluglinien setzen EU-Gesetze nicht um”, beobachtet nicht nur der UN-Berichterstatter, sondern auch der Berliner Behindertenverband und wendet sich in dem Offenen Brief an die deutsche Politik.

Das Schreiben kommt mit einer Liste von Forderungen.  Hier eine Auswahl:

  • Bereitstellung von Bordrollstühlen
  • Wenn Begleitperson Pflicht, dann muss sie kostenfrei befördert werden
  • Barrierefreie Toiletten bei Neuanschaffungen und Neuausstattung
  • Mindestens eine barrierefreie, bordrollstuhlgerechte Toilette pro Flugzeug mit mehr als einem Gang
  • Online buchen muss möglich sein
  • Stufenloser Eingang in die Flugzeuge
  • Delivery at Aircraft: Der PRM erhält seinen Rollstuhl direkt am Flugzeug

Danke nach Berlin!

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EU nimmt Airlines in die Pflicht

Donnerstag, 10. Juni 2010
EU Logo

EU Kommission konkretisiert Verordnung

Luftfahrtunternehmen müssen für alle Passagiere – inklusive mobilitätseingeschränkten Reisenden – Zugang zu Toiletten schaffen. Und das “mit allen Mitteln“.

Rechtzeitig zur ILA 2010, in dem das Thema barrierefreies Fliegen in eine zweite Runde geht, liegt nun das neue und verstärkte Statement der Kommission vor (zum Wortlaut).

Bis Ende des Jahres prüft die Kommission die Durchführung der Flugverordnung, die seit 2008 gilt.

Schon jetzt ist erkennbar, dass an vielen Stellen massiv nachgeschärft werden muss. Dabei müßten sicher auch die nationalen Durchsetzungsstellen besser aufgestellt werden. Zumindest die deutsche, das Luftfahrbundesamt, scheint überfordert zu sein.

Rechtzeitig zur ILA 2010, in dem das Thema barrierefreies Fliegen in eine zweite Runde
geht, liegt nun das neue und verstärkte Statement der Kommission vor  (<a
href=”http://www.rechtaufklo.de/?page_id=802″><strong>zum
Wortlaut</strong></a>).
Bis Ende des Jahres prüft die Kommission die Durchführung der Flugverordnung, die
seit 2008 gilt.
Schon jetzt ist erkennbar, dass an vielen Stellen massiv nachgeschärft werden muss.
Dabei müßten sicher auch die nationalen Durchsetzungsstellen besser aufgestellt
werden. Zumindest die deutsche, das Luftfahrbundesamt, scheint völlig überfordert zu
sein.
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Bahn mit 1. Klasse Barriere

Samstag, 16. Januar 2010
wc_bahn

Toilettenproblem in der Bahn

“Sie müssen heute erste Klasse fahren” empfängt mich das freundliche Servicepersonal am Bahnhof in Bonn. Einer Aufforderung, der ich gerne folge.

Per Hublift geht’s in den Zug – die Fernzüge der deutschen Bahn sind nur über eine solche Hilfskonstruktion für Rollstühle zugänglich. Ein Anachronismus, der sich hartnäckig hält. Wie beim ersten VW Käfer, der auch noch über einen Tritt für den Einstieg verfügte, so wie es bei den alten Wagenkutschen eben üblich war.

Kaum im Waggon fällt mir ein Schild ins Auge, das von der Toilettentür flattert: Klo unbenutzbar.

Die einzige barrierefreie Toilette im ganzen Zug, und dann kaputt! Unten vereist und oben überschwemmt.

Für gewöhnlich gibt es zwei rollstuhlgerechte Klos im Intercity, eines in der ersten, das andere in der zweiten Klasse. Heute fehlt dem Zug Wagen 9 und somit ein alternatives Klo.

Logbuch verrät: Klo seit vier Tagen defekt

Nun, es ist nicht das erste Mal, dass ich mit der Bahn fahre und das Klo ausfällt. Es ist schließlich das Größte und Schönste und alle gehen gerne drauf, wenn man schon mal muss im Zug. Deswegen verstopft es auch schneller als die anderen Klos. Verständlich.

Der eigentliche Hammer kommt aber noch. Aus reiner Neugier frage ich den Schaffner, wie lange die Toilette denn schon defekt sei. Zwei bis drei Stunden denke ich insgeheim.

Weit gefehlt! Seit vier Tagen ist das WC als defekt gemeldet. So steht es im Logbuch. Meine erste Reaktion: Ich möchte unbedingt ein Foto von dem Eintrag machen. Darf es dann aber nicht.

Der Schaffner schaut mich etwas hilflos an, entschuldigt sich und murmelt so etwas wie peinlich vor sich hin.

Ich habe mir vorgenommen, in diesem Blog vor allem über Klos im Flieger zu schreiben. Es hat eine andere Qualität, über den Wolken kein Klo zu haben als in der Bahn. An Land kann die Reise an den vielen Bahnhöfen notfalls unterbrochen werden, im Flieger ist das Gefühl ausgeliefert zu sein viel stärker.

Dennoch, diese Anekdote wollte ich euch nicht vorenthalten. Auch weil sie eine prinzipielle Einstellung der Bahn in Punkto Barrierefreiheit offenbart.

Hier eine Liste der wichtigsten Versäumnisse:

  • Selbst moderne Züge wie der ICE sind nur über Stufen erreichbar
  • Hublifte sind nicht an allen Bahnhöfen verfügbar
  • Wer im Rollstuhl reist, kann dies nur in der Zeit zwischen 6 Uhr morgens und 22:30 Uhr abends. Nur dann  steht Personal für die Bedienung der Hublifte bereit.
  • Barrierefreie Toiletten sind Mangelware und häufig unbenutzbar

Angesichts der massiven Mängel kann der Eindruck entstehen, dass es der Deutschen Bahn weitestgehend egal ist, einen barrierefreien Zugang für Passagiere mit Mobilitätseinschränkung zu schaffen.

Nachtrag

Antwort der Bahn (18.1.2010)

Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass uns bei technischen Defekten während der Zugfahrt nur eine begrenzte Anzahl an Möglichkeiten zur Verfügung steht. So prüfen wir, ob ein Techniker vor Ort tätig oder eine andere Lösung gefunden werden kann.

Bitte entschuldigen Sie, dass eine kurzfristige Reparatur der Toilette nicht möglich war.

Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass uns bei technischen Defekten während der Zugfahrt nur eine begrenzte Anzahl an Möglichkeiten zur Verfügung steht. So prüfen wir, ob ein Techniker vor Ort tätig oder eine andere Lösung gefunden werden kann.

Bitte entschuldigen Sie, dass eine kurzfristige Reparatur der Toilette nicht möglich war.

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Nachgehakt – Lufthansa bald barrierefrei?

Samstag, 01. August 2009

rechtaufklo hakt nach bei der Lufthansa. Diese hatten angekündigt, ihre “Classic Flotte” mit einem Bordrollstuhl zu versehen. Wann werden die Umbauarbeiten abgeschlossen sein und was ist mit den Fliegern, die nicht zur Classic Flotte gehören?

Platz für Bordrollstuhl

Platz für Bordrollstuhl - Lufthansa rüstet Flotte barrierefrei um

in english: The German Lufthansa plans to make their short-haul flights more accessible for passengers with reduced mobility (PRM). In several weeks they want to provide on-board wheelchairs on their “classic fleet” aircrafts. In an E-Mail the Lufthansa is aked to specify when their fleet will be wheelchair ready and what happens, if a PRM uses a flight, which does not belong to the categorie “classic fleet”.

E-Mail an Lufthansa

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre E-Mail vom 21. Juli 2009.

Ich bitte um schriftliche Klarstellung folgender Punkte, die in Ihrer E-Mail angesprochen werden:

  1. Bis wann genau erfolgt die Umrüstung der Maschinen und die Ausstattung mit einem dauerhaft untergebrachten Rollstuhl?
  2. Sie schreiben, dass die Umrüstung die Maschinen der Lufthansa Classic Flotte betrifft. Wie viel Prozent der Lufthansa Flotte machen diese Maschinen aus? Was passiert, wenn ein Bordrollstuhl in einem Flieger benötigt wird, der nicht zu der Kategorie “mit Bordrollstuhl” gehört?
  3. Ich fordere Sie erneut auf, die Entschädigungszahlung zu leisten. Die Grundlage für eine Zahlung ergibt sich aus der Verletzung der mangelhaft erbrachten Beförderung.

Ihren Ausdruck des Bedauerns, dass die Lufthansa Hotline unterschiedliche und widersprüchliche Angaben gemacht hat, nehme ich dankend zur Kenntnis.

Mit freundlichen Grüßen
Kay Macquarrie

Initiative www.rechtaufklo.de

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L.A. – so nah und doch so fern

Mittwoch, 08. Juli 2009

Kein Recht auf Klo für Berliner Filmemacher

Ein Flug nach Los Angeles blieb ein Traum für den Filmemacher und Blogger Jürgen Hobrecht. Warum? Weder  Air France, noch Air Berlin noch Delta Airlines sahen sich in der Lage, dem 52 Jahre alten Rollstuhlfahrer einen barrierefreien Flug anzubieten. Also musste er in Berlin bleiben. Ein Wiedersehen mit seinem alten Kollegen aus Palästina blieb ihm verwehrt.

In seinem Blog jhobrecht.de beschreibt er den Versuch einen Flug zu buchen, bei dem er eine Toilette hätte benutzen können.  Die eindringlichsten Passagen zitiere ich:

Air France

Da ich beim Internetbuchen  nicht eingeben kann, dass ich Rollstuhlfahrer bin, fahre ich nach Tegel, um meinen Reiseplan voranzutreiben. Erste Station ist der Air France Schalter. Ein distanzierter Mensch in den Fünfzigern sucht mir gar nicht erst den gewünschten Flug raus, sondern informiert mich, dass ich eine Flugtauglichkeitsbescheinigung vom Arzt benötige. Dann insistiert er: ”Können Sie laufen?” Ich sage, dass ihn das nichts angeht und frage, wozu er das wissen will.

“Der Mann kann gar nicht laufen”

Er sagt, “wegen der Toilette”. Ich sage, dass ich nicht laufen kann. Er dreht sich um und fragt eine hinter ihm sitzende Frau, so laut, dass es alle Umstehenden hören: ”Der Mann kann gar nicht laufen. Wie kommt er dann zur Toilette?” “Gar nicht,” wird er von der Frau beschieden.  Umstehende gucken mich wortlos an. Als der Mann schließlich sagt, ich benötige eine Begleitperson, sonst würde man mich nicht mitnehmen, bekomme ich einen Wutanfall, kündige an, mich zu beschweren und lasse ihn stehen.

Air Berlin

Ein Anruf bei der Zentrale ergibt, dass das kein Problem ist. Ich fahre nach Hause, will  erst ein Auto buchen und ein Hotel, ehe ich den Flug bestätige.
Am nächsten Morgen rufe ich die Presseabteilung von Air Berlin an, um meinen Flug zu buchen. Ich bitte die ebensfalls betont freundliche Dame dort, mir das Vorhandensein eines Bordrollstuhl und einer Toilette schriftlich zu bestätigen. Ansonsten könne ich nicht buchen. Das versteht sie und verspricht, sich zu kümmern.
Air Berlin ruft an. Das Verhör beginnt von Neuem. “Können Sie laufen?”   ”Also kann ich nun auf´s Klo oder nicht?” frage ich wütend. “Wahrscheinlich nicht,” sagt die Frau. “Denn, eh´, wenn Sie nicht laufen können…” Immer noch scharf auf LA frage ich, ob Sie mir wenigstens den Nebensitz freihalten könne, so dass ich diskret einen Beutel wechseln kann. Das wäre leicht möglich, der Flieger ist nicht ausgebucht. Das verneint  sie strikt. “Das darf ich nicht. Ich kann Ihnen höchstens ein zweites Tickekt verkaufen.” Ich lege auf und starte einen letzten Versuch bei Delta. Die fliegen von Frankfurt direkt nach LA und gelten in den USA als behinderten-freundlich. Die völlig unerfahrene Frau im Call Center weiß nichts von Bordrollstühlen,  geschweige von Behindertenklos. Cool teilt sie mir mit, ich müsse erstmal buchen, damit sie meine Fragen klären könne. Minuten später klingeldt das Telefon. Das Call Center von British Airways. Ich zitiere: “Ich habe Rücksprache gehalten. Es gibt keinen Rollstuhl im Flugzeug. Sie brauchen eine Begleitperson, die Sie zur Toilette bringt. Ein Flug ist nur mit Begleitperson möglich. Allein können Sie nicht fliegen.” (Der O-Ton wird hier demnächst verlinkt)Ich lege auf und beschließe mit Mustafa weiter zu skypen.

Ein paar Meter weiter am Air Berlin Stand gibt es einen Flug von Düsseldorf nach LA, Abflug Dienstag, 7.5. um 13.00, Ankunft, LA Ortszeit 15.50. Also zwölf Stunden Flugzeit-Kosten, abzüglich Journalistenrabtt: 420€. Konkurrenzlos günstig! Ich sehe mich schon im Flieger nach Kalifornien. “Sagen Sie, komme ich an Bord auf Klo, ich meine der Flug dauert 12 Stunden,” will ich wissen. Die freundliche Frau weiß es nicht, will sich aber erkundigen. Ein Anruf bei der Zentrale ergibt, dass das kein Problem ist. Ich fahre nach Hause, will  erst ein Auto buchen und ein Hotel, ehe ich den Flug bestätige.

Am nächsten Morgen rufe ich die Presseabteilung von Air Berlin an, um meinen Flug zu buchen. Ich bitte die ebensfalls betont freundliche Dame dort, mir das Vorhandensein eines Bordrollstuhl und einer Toilette schriftlich zu bestätigen. Ansonsten könne ich nicht buchen. Das versteht sie und verspricht, sich zu kümmern.

Air Berlin ruft an. Das Verhör beginnt von Neuem. “Können Sie laufen?”   ”Also kann ich nun auf´s Klo oder nicht?” frage ich wütend. “Wahrscheinlich nicht,” sagt die Frau. “Denn, eh´, wenn Sie nicht laufen können…” Immer noch scharf auf LA frage ich, ob Sie mir wenigstens den Nebensitz freihalten könne, so dass ich diskret einen Beutel wechseln kann. Das wäre leicht möglich, der Flieger ist nicht ausgebucht. Das verneint  sie strikt. “Das darf ich nicht. Ich kann Ihnen höchstens ein zweites Tickekt verkaufen.” Ich lege auf …

Delta Airlines

… und starte einen letzten Versuch bei Delta. Die fliegen von Frankfurt direkt nach LA und gelten in den USA als behinderten-freundlich. Die völlig unerfahrene Frau im Call Center weiß nichts von Bordrollstühlen,  geschweige von Behindertenklos. Cool teilt sie mir mit, ich müsse erstmal buchen, damit sie meine Fragen klären könne. Minuten später klingelt das Telefon.

“Allein können Sie nicht fliegen”

Ich zitiere: “Ich habe Rücksprache gehalten. Es gibt keinen Rollstuhl im Flugzeug. Sie brauchen eine Begleitperson, die Sie zur Toilette bringt. Ein Flug ist nur mit Begleitperson möglich. Allein können Sie nicht fliegen.”

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Lufthansa wieder ohne Bordrollstuhl

Donnerstag, 02. Juli 2009

Ich dachte ja, dass wir schon weiter wären mit der Barrierefreiheit über den Wolken, seitdem der Unternehmenssprecher der Deutschen Lufthansa im November letzten Jahres großspurig verkündete, dass es Bordrollstühle nun auch auf Kurzstreckenflügen gibt.  Die Nachricht verbreitete sich in Windeseile, nachdem Kieler Nachrichten und Kobinet es publizierten.

Und wie siehts konkret aus? Montag Abend einen Flug gebucht und am Dienstag bei der Hotline angerufen, um den Bordrollstuhl anzumelden. Doch die Dame an der Hotline nur kurz: Bordrollstühle bieten wir nur auf Langstreckenflügen an!

Lufthansa versus Barrierefreiheit
Lufthansa versus Barrierefreiheit
Diesen Flyer habe ich im Herbst letzten Jahres angefertigt – doch ist er noch immer brandaktuell.

Na toll, denke ich mir. Geht es wieder von vorne los. Gleich am Abend setze ich mich mit der medizinischen Abteilung der Lufthansa in Verbindung. Die seien zuständig für “Hilfeleistungen an Bord”. Doch weder Anruf und E-Mail, in denen ich auch auf die Aussagen vom Pressesprecher hinweise, bringen mir die positive Bestätigung über die Bereitstellung eines Bordrollstuhls.

Stattdessen kriege ich heute einen Rückruf: Wir als medizinische Abteilung sind leider nicht für Bordrollstühle zuständig, da müssen Sie sich an die allgemeine Hotline wenden.

Ich melde mich an der allgemeinen Hotline und verlange, mit der Vorgesetzten zu sprechen. Die Dame erzählt mir nach kurzer Prüfung: Sorry, nicht zuständig! und empfiehlt mich an den medizinischen Dienst.

Das gibt es doch nicht, denke ich. Da werde ich von der allgemeinen Hotline zum medizinischen Dienst geschickt, welche mich wiederum an die Hotline verweisen und deren Vorgesetzte dann den Nerv hat, mir zu sagen: Ne, ne sind nicht zuständig!

Um der ganzen Situation die Krone aufzusetzen, teilt sie mir mit, dass selbst wenn sie einen Bordrollstuhl organisieren könnte, wäre es jetzt zu spät. Man müsse den Bedarf ja schließlich 48 Stunden vorher anmelden!

Haste da noch Worte!?!

Der Kampf ums Klo geht in eine neue Runde. War der Kurzfilm des NDRs mit freundlicher Unterstützung der Lufthansa erfolgt, steht die Lufthansa nun selbst am Pranger.

Morgen um 10 Uhr geht mein Flieger – vermutlich mit mir, aber wieder mal ohne Bordrollstuhl!

Diskussion und Kommentare auf Kobinet verfolgen

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Flying with Ryanair

Dienstag, 23. Juni 2009

Who thinks travelling with Ryanair is  unconfortable might be right:  expensive drinks, not exactly spacious seats and lots of information that you didn’t ask for (“wanna play lotto on-board?”).  And the low-budget airline definiteley gives you a hard time, in case you need something beyond the standards.

Ryanair Airplane
Ryanair Airplane

Still for passengers with reduced mobility they do offer some services.  If you book a flight,  you can already check online what kind of services you need ( This opportunity is not even part of the procedure of the Deutsche Lufthansa or of any other airline I travelled with so far). Another benefit might be related to the size of the aiport. Since ryanair uses own airports they are generally pretty small (Lübeck, Stansted, Skavsta). And I experienced that the smaller the airport the better I can deal with the airport staff about my wishes.

But then again all of the airplanes I used so far, they refused to provide an on-board wheelchair. And so did Ryanair. No on-board wheelchair and no alternative equipment, neither on the outbound flight nor on the way back.  Both of the cabin crews were willing but were not able to help me getting to the toilet.

I handed in a complaint and received the following answer from Ryanair:

Passengers must be capable of using toilet facilities unaided. If not, then he/she must be travel with an able bodied accompanying person aged 16 and over who must be capable of providing the assistance required.

Click here for reading the ryanair_answer

Click here to see more images on flickr

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Holland in Klo-Not

Donnerstag, 05. März 2009

Meine Fluggesellschaft verweigerte mir auf dem Teilflug HH-Amsterdam den Zugang zu einem Klo! Und dass trotz frühzeitiger Anmeldung und ausführlichstem Briefwechsel.

“That is not possible” war die schlichte Antwort beider Besatzungsmitglieder, sowohl auf dem Hinflug nach Amsterdam, als auch auf dem Rückflug nach Hamburg. “I am very sorry”, fügte die offensichtlich persönlich betroffene Chefstewardess hinzu ” I never thought about this…”. 

Ist ja auch nicht ihre Schuld, sondern ein generelles, ein strukturelles Problem, dass viele, wenn nicht alle europäischen Airlines betrifft. Ich frage mich – warum zum Himmel – ist es scheinbar umöglich, einen einfachen Bordrollstuhl zur Verfügung zu stellen? Ich wäre sehr dankbar, wenn auch nur ein Mensch in Europa mir darauf eine plausible Antwort geben könnte.

Und das Beste zum Schluß: die eingesetzte Maschine war hochmodern und für Flugzeuge dieser Größe “barrierefrei” eingerichtet:


Barrierefrei ausgebaute Toilettenkabine einer Embraer 190, Foto: privat

Das WC verfügte über mehrere Haltegriffe (seitlich 2, einen Haltegriff von der Decke hängend). Die Toilette war seitlich positioniert, so dass der Transfer mit einem Bordrollstuhl problemlos und ohne fremde Hilfe von mir hätte durchgeführt werden können. Ein extra eingerichteter Vorhang kann bei Bedarf den Toilettenraum erweitern und somit zusätzliche Privatssphäre schaffen. Im Flieger befand sich sogar Abstellplatz für einen persönlichen Rollstuhl!

Allein, ein Bordrollstuhl befand sich nicht an Bord des Flugzeugs. 

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Kampf ums Klo – NDR Beitrag auf Youtube

Donnerstag, 05. Februar 2009

Leute mit Mobilitätseinschränkungen (PRMs) kommen im Flugzeug nur schwer oder überhaupt nicht aufs Klo. Trotz neuer EU Flugverordnung weigern sich die meisten Airlines, den Toilettenbesuch für PRMs zu ermöglichen, z.B. in dem sie einen Bordrollstuhl und größere Toiletten anbieten würden – bisher sind die Airlines erfolgreich!

Der Auszug aus dem “Schleswig-Holstein Magazin” des NDR vom 30.1.2009 zeigt die Thematiknun erstmalig im Bewegtbild:

Auf Youtube ist der Clip zu finden unter: http://www.youtube.com/watch?v=C4_IPvuCXqc

Dieser Film wurde ermöglicht mit freundlicher Unterstützung der Deutschen Lufthansa.


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NDR dreht Clip

Freitag, 30. Januar 2009

Am Montag dieser Woche stand fest: Dreherlaubnis bei Lufthansa Technik in Hamburg Fuhlsbüttel bekommen! Am Mittwoch wurde dann in einer eigens zur Verfügung gestellten Maschine (Airbus A300-360) fast vier Stunden lang gedreht. 

Der etwa dreimünitge Clip wird am Samstag, 30.1.2009,  zwischen 19:30-20:00 Uhr im Schlewig-Holstein Magazin des NDR ausgestrahlt. 

 Airbus im Hangar von Lufthansa Technik
Im Hangar von Lufthansa Technik in Hamburg Fuhlsbüttel, Foto: privat

 

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Barrierefreie Klos auch kinderfreundlich

Freitag, 23. Januar 2009

Zeit online berichtet heute über den “Kampf ums Klo“, wie das Interview mit mir zunächst betitelt war. Im Laufe des Vormittags wurden aus der Überschrift dann “Da wird man dann vor der Toilette abgestellt”, warum auch immer…

In einem Leserkommentar zu dem Artikel fand ich den Aspekt, dass eine größere Toilette Eltern mit jungen Kindern zugute kommt, denn: Windeln wechseln in den engen Kabinen ist in der Tat eine Herausforderung! Die letzten Sätze des Kommentars könnte als direkter Appell an die Fluggesellschaften verstanden werden:

Da koennten die Airlines doch zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Waere fuer mich ein Grund eine bestimmte Airline zu buchen.  Zeit online user goodart

Goodart ist übrigens mit Singapore Airlines geflogen, die – nach Hörensagen – relativ barrierefreie Flüge bieten.

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United Airlines bietet 500$

Montag, 12. Januar 2009

Im April 2008 habe ich an der Museumskonferenz Museums and the Web teilgenommen in Montréal, Kanada. Geflogen bin ich mit United Airlines. Der Hinflug verlief problemlos, natürlich abgesehen von den Herausforderungen ein Klo zu erreichen (Kurzstrecke wie auch Langstrecke). Die Ereignisse auf dem Rückflug übertrafen jedoch bei weitem meine bisherigen Erfahrungen: Auf dem Langstreckenflug von Boston nach Zürich gab es keinen Rollstuhl an Bord, um während des Flugs durch die engen Gänge zum Klo zu kommen! Angeblich sei mein Flug nicht angemeldet gewesen, deswegen gäbe es keinen Bordrollstuhl und deswegen könne nun auf die schnelle auch keiner mehr organisiert werden… (komisch, da der Hinflug so reibungslos verlief. Hatte man gedacht, dass der Rollstuhl nur auf der Hinstrecke relevant wäre und ich ihn beim Rückflug in Kanada zurücklassen würde?!)

Nach massiver Intervention und heftiger Diskussion mit der Bordcrew – bei der sich schließlich auch der Kapitän einschaltete – wurde ein Bordrollstuhl vom Airport organisiert und der Flug konnte mit halbstündiger Verspätung starten.

Die Reaktion von United Airlines auf die Beschwerde meiner Rechtsanwältin: 500 $ Schweigegeld und die Abweisung jeder Verantwortung.

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GELÖSCHT: Rollstuhlfahrer nur mit Begleitung!

Dienstag, 16. Dezember 2008

Gestern erhielt ich ein Schreiben von GELÖSCHT. In der eMail äußern sie sich zu meiner Kritik an Bord des Hamburg-Paris Fluges im September diesen Jahres keine Hilfe geleistet zu haben,  um eine Toilette zu erreichen.

Die lapidare Antwort des Flugunternehmens:

Fluggäste mit eingeschränkter Mobilität müssen selbständig in der Lage sein, den Weg zu den Toiletten, zu bewerkstelligen. Sollte dies nicht der Fall sein, so ist die Reise nur mit einer Begleitperson möglich. Sie haben die Reise mit ihrer Frau angetreten. Entsprechend liegt die Fürsorgepflicht im Verantwortungsbereich Ihrer Frau.

Fragt sich, wie sich GELÖSCHT das genau vorstellt: Die erfahrene Crew ist nicht in der Lage Hilfe zu leisten, um einen Fluggast mit eingeschränkter Mobilität den Weg zur Toilette zu ermöglichen. Von der Begleitperson wird das jedoch erwartet? Eigentlich sollten die neue EU Flugverordnung Erleichterung bringen, und endlich – im 21. Jahrhundert, also 90 Jahre (!) nach dem ersten Passagierflug – ein Flugreisen in Recht und Würde sicherstellen.

Wo sind die verantwortlichen politischen Stellen, die dafür Sorge tragen, dass bestehende Verordnungen auch umgesetzt werden?

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