Mit ‘Fliegen’ getaggte Artikel

Wikipedia löscht kritischen Lufthansaeintrag

Dienstag, 17. November 2009
Lufthansa versus Barrierefreiheit

Lufthansa versus Barrierefreiheit

Da staune ich: Plötzlich ist mein Beitrag “Barrierefreiheit” im Wikipediaeintrag über die Lufthansa weg! Gelöscht.

Schon kommt mir in den Sinn, die Lufthansa wolle ihr Image aufpolieren und hat den Absatz möglicherweise klammheimlich wegradiert. Oder gibt es womöglich keine Barrieren mehr bei der Deutschen Lufthansa und es muss fortan heißen: Freier Flug für freie Bürger?

Zum Glück gibts bei der Wikipedia ein Archiv über die gemachten Änderungen und schnell werde ich fündig. Eine Diskussion zum Thema Barrierefreiheit bei der Lufthansa verrät, dass sich ein paar Wikipedianer an folgendem stören: Weil die Barrierefreiheit kein spezielles Lufthansa Thema ist, gehöre es auch nicht in den Eintrag hinein.

Hm! Erscheint auf dem ersten Blick logisch. Barrierefrei fliegen können Reisende auch bei viele anderen Airlines nicht.  Das stimmt!

Dann aber denke ich: wenn sich nicht die Lufthansa einsetzt für ein barrierefreies Fliegen, wer denn dann? Welches andere Flugunternehmen in Deutschland oder Europa könnte ein so starke Signalwirkung ausstrahlen wie die Lufthansa?

Und deswegen ist die Kritik, die Lufthansa würde nicht genug machen, für ihre mobilitätseingeschränkten Passagiere richtig, wichtig und legitim. Und gehört in den Wikipediaeintrag.  So lange, bis die Lufthansa ihr Versprechen einlöst und Bordrollstuhl und Klo bereitstellt.

Dikussion um Löschung verfolgen: (auf weiterlesen klicken)

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Blogger bezwingt Lufthansa!

Mittwoch, 19. August 2009
Sitz Europäischer Gerichtshof

Sitz des Europäischen Gerichtshofs (Bild Wikipedia)

So oder so ähnlich stelle ich mir die Meldung auf spiegel.de vor.

Dann, wenn die Deutsche Lufthansa endlich beisteuert und den kleinen, aber so hilfreichen Bordrollstuhl für Passagiere mit Mobilitätseinschränkung bereitstellt.

Bis dahin allerdings läuft alles seinen demokratisch vorgesehen Weg

  1. Beschwerde bei der Deutschen Lufthansa einreichen (erledigt)
  2. Beschwerde muss beantwortet werden und der Beschwerdesteller ist mit der Antwort nicht zufrieden (erledigt, denn das bin ich nicht)
  3. Beschwerde bei der nationalen Durchsetzungsstelle einreichen, in Deutschland das Luftfahrtbundesamt LBA (heute erledigt)

und wenn die Antwort vom LBA unbefriedigend ausfällt, geht es früher oder später nach Luxemburg zum Europäischen Gerichtshof.

Das jedenfalls ist der Masterplan!

zum Nachlesen

Lufthansa wieder ohne Bordrollstuhl
Geburtstag! EU Flugverordnung wird 1
Nachgehakt – Lufthansa bald barrierefrei?

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Nachgehakt – Lufthansa bald barrierefrei?

Samstag, 01. August 2009

rechtaufklo hakt nach bei der Lufthansa. Diese hatten angekündigt, ihre “Classic Flotte” mit einem Bordrollstuhl zu versehen. Wann werden die Umbauarbeiten abgeschlossen sein und was ist mit den Fliegern, die nicht zur Classic Flotte gehören?

Platz für Bordrollstuhl

Platz für Bordrollstuhl - Lufthansa rüstet Flotte barrierefrei um

in english: The German Lufthansa plans to make their short-haul flights more accessible for passengers with reduced mobility (PRM). In several weeks they want to provide on-board wheelchairs on their “classic fleet” aircrafts. In an E-Mail the Lufthansa is aked to specify when their fleet will be wheelchair ready and what happens, if a PRM uses a flight, which does not belong to the categorie “classic fleet”.

E-Mail an Lufthansa

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre E-Mail vom 21. Juli 2009.

Ich bitte um schriftliche Klarstellung folgender Punkte, die in Ihrer E-Mail angesprochen werden:

  1. Bis wann genau erfolgt die Umrüstung der Maschinen und die Ausstattung mit einem dauerhaft untergebrachten Rollstuhl?
  2. Sie schreiben, dass die Umrüstung die Maschinen der Lufthansa Classic Flotte betrifft. Wie viel Prozent der Lufthansa Flotte machen diese Maschinen aus? Was passiert, wenn ein Bordrollstuhl in einem Flieger benötigt wird, der nicht zu der Kategorie “mit Bordrollstuhl” gehört?
  3. Ich fordere Sie erneut auf, die Entschädigungszahlung zu leisten. Die Grundlage für eine Zahlung ergibt sich aus der Verletzung der mangelhaft erbrachten Beförderung.

Ihren Ausdruck des Bedauerns, dass die Lufthansa Hotline unterschiedliche und widersprüchliche Angaben gemacht hat, nehme ich dankend zur Kenntnis.

Mit freundlichen Grüßen
Kay Macquarrie

Initiative www.rechtaufklo.de

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Geburtstag! EU Flugverordnung wird 1

Sonntag, 26. Juli 2009

Am 26.7.2008 trat die EU Veordnung für barrierefreies Fliegen in Kraft. Ein Jahr ist das nun her. Doch was hat sich konkret getan? Kommen mobilitätseingeschränkte Passagiere – Passagiere mit Rollstuhl zum Beispiel – mittlerweile im Flieger aufs Klo?

Klar, die Verordnung mag das Bewußtsein geschärft haben – insbesondere bei den Flugunternehmen. Wurde das Klientel von Passagieren mit Mobilitätseinschränkung zuvor einfach ignoriert (jedenfalls hatte ich diesen Eindruck), werden Fluggesellschaften nun durch die EU immerhin auf ihre Pflichten hingewiesen.

Deutsche Lufthansa ohne Bordrollstuhl

Deutsche Lufthansa auch 2009 ohne Bordrollstuhl

So weit so gut. Doch sind wir bereits über den Stand hinaus, dass das Problem erkannt und schriftlich formuliert  ist?

Beispiel Lufthansa

Eines der größten Luftfahrtunternehmen weltweit ist die Deutsche Lufthansa. Doch auch sie weigert sich standhaft, Flüge barrierefrei zu gestalten. Dies sei zu teuer und wirtschaftlich nicht sinnvoll, so Unternehmenssprecher Jan Bärwalde in einem Interview mit der Deutschen Welle.

Und selbst ein kleiner, handlicher Bordrollstuhl wird auf Kurz- und Mittelstreckenflügen noch immer nicht zur Verfügung gestellt. Ganz im Gegensatz zu einer Verlautbarung der Lufthansa vom November 2008 in den Kieler Nachrichten. Hier kündigte das Luftfahrtunternehmen an, diesen “Service” ab sofort anzubieten. Darüber berichtete auch der NDR in einem kurzen Filmclip. Alles nur PR-Taktik?

Meinen Flug mit Lufthansa im Juni 2009 mußte ich jedenfalls erneut ohne Bordrollstuhl antreten und das trotz mehrfacher und rechtzeitiger Anmeldung meines Bedarfs per E-Mail und Telefon. Die Aussage der Hotline lautete immer wieder: von einem Bordrollstuhl auf Kurzstreckenflügen wissen wir nichts, den bieten wir nur auf Langstrecken an.

Beispiel Ryan Air

Es ist ja nicht so, dass die EU Verordnung nur der Deutschen Lufthansa unwichtig erscheint. Auch Ryanair hält sich nicht an die Regelung und geht sogar noch einen Schritt weiter.  Wer nicht alleine auf Klo gehen könne, der müsse eine Begleitperson mitnehmen!

Bleibt die Frage, wie eine Begleitperson es schaffen soll einen Passagier, der nicht laufen kann, zur Toilette zu bringen, wenn es keinen Bordrollstuhl gibt. Huckepack oder hinter sich her schleifend?! Liebes Ryanair Team: eine Begleitperson ersetzt keinen Bordrollstuhl!

Beispiel Namenlos* und Gelöscht*

Mit Namenlos flog ich im April 2009 von Hamburg über Amsterdam nach Shanghai. Trotz Einsatz moderner und strukturell barrierefreier Flugzeugtypen wieder kein Bordrollstuhl.

Und übrigens: Das häufig gebrachte Argument, ein Bordrollstuhl “sei zu eng für die schmalen Gänge im Flieger” gilt allein schon deswegen nicht, weil ich als PRM per Bordrollstuhl in das Flugzeug hineinkomme. Sonst könnte ich das Flugzeug ja gar nicht erst besteigen.

Mit Gelöscht ging es im September von Hamburg über Paris in die USA. Natürlich ohne Bordrollstuhl. Die absurde Begründung:

Fluggäste mit eingeschränkter Mobilität müssen selbständig in der Lage sein, den Weg zu den Toiletten, zu bewerkstelligen.

*Namenlos und Gelöscht darf ich aus rechtlichen Gründen nicht mehr beim Namen nennen.

Beispiel Zuschriften

Per E-Mail, telefonisch und per Post erreichen mich Zuschriften von Menschen, die auf ähnliche Probleme stossen, wie oben geschildert.  Darunter auch Menschen, die Fluggesellschaften per Einstweiliger Verfügung dazu zwangen, einen Bordrollstuhl mit sich zu führen. Auch ich habe im April 2009 eine Einstweilige Verfügung gegen eine Luftunternehmen eingereicht. Leider musste ich die Verfügung zurücknehmen, weil mir die Airline drohte, mich nicht alleine zu befördern. Sie bestand auf eine Begleitperson.

Unterm Strich

Auf dem ersten Blick scheint die Flugverordnung nicht viel gebracht zu haben:

  • Kein Bordrollstuhl auf Kurz- und Mittelstrecke
  • Kein Zugang zur Toilette für Passagiere mit Gehbinderung
  • Mangelhafte Auskunft an den Hotlines
  • Mangelhaft geschultes Crewpersonal
  • Keine Möglichkeit, online ein Ticket zu buchen und spezifischen Bedarf anzumelden (z.B. Hilfe beim Ein- und Ausstieg im Flugzeug)

Und doch – vielleicht bewegt sich ja etwas. Immerhin scheinen die Airlines sensibler auf das Thema zu reagieren.  Kürzlich erhielt ich von der Lufthansa ein Schreiben, dass hoffen lässt. Darin heißt es, dass ein Teil der Flugzeuge zur Zeit umgerüstet werden würden, um dann einen Bordrollstuhl mitführen zu können.

Ein Schritt näher Richtung barrierefreiem Flugverkehr?

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Lufthansa bald barrierefrei?

Sonntag, 26. Juli 2009

Wohl nicht. Aber offensichtlich künftig mit Bordrollstuhl!

Vor einigen Tagen erhielt ich per E-Mail ein Schreiben von der Deutschen Lufthansa. Meine Beschwerde, die Lufthansa hätte wieder keinen Bordrollstuhl bereitgestellt, wurde mit folgenden Worten quittiert:

In Einklang mit der EU-Verordnung werden momentan unsere Fluggeräte umgerüstet, so dass künftig auf jedem Kurzstreckenflugzeug der Lufthansa Classic Flotte ein Rollstuhl dauerhaft untergebracht sein wird. Die Umrüstung der Maschinen wird in einigen Wochen abgeschlossen sein.

Aha! So etwas ähnliches hatte ich von der Deutschen Lufthansa doch schon mal gehört. Damals – im November 2008 – liess der Unternehmenssprecher Jan Bärwalde verlauten:  ”Wir stellen auf Kurz- und Mittelstrecken bei einer vorherigen Anmeldung bis 48 Stunden vor Flugbeginn bei Bedarf einen Bordrollstuhl bereit” (siehe Kieler Nachrichten vom 28.11.2008)

Bleibt zu hoffen, dass die Lufthansa es dieses Mal ernst meint und Worten Taten folgen lässt.

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Kampf ums Klo – NDR Beitrag auf Youtube

Donnerstag, 05. Februar 2009

Leute mit Mobilitätseinschränkungen (PRMs) kommen im Flugzeug nur schwer oder überhaupt nicht aufs Klo. Trotz neuer EU Flugverordnung weigern sich die meisten Airlines, den Toilettenbesuch für PRMs zu ermöglichen, z.B. in dem sie einen Bordrollstuhl und größere Toiletten anbieten würden – bisher sind die Airlines erfolgreich!

Der Auszug aus dem “Schleswig-Holstein Magazin” des NDR vom 30.1.2009 zeigt die Thematiknun erstmalig im Bewegtbild:

Auf Youtube ist der Clip zu finden unter: http://www.youtube.com/watch?v=C4_IPvuCXqc

Dieser Film wurde ermöglicht mit freundlicher Unterstützung der Deutschen Lufthansa.


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Petition Barrierefreies Fliegen

Freitag, 09. Januar 2009

go straight to the english version

Seit dem 20.12.2008 befindet sich die Petition “Öffentliches Luftrecht – Barrierefreiheit im Flugverkehr” – die von der sagenhafte Anzahl von 571 Leuten mitgezeichnet wurde – in der parlamentarischen Prüfung. Bei entsprechender Relevanz (was immer das bedeuten mag), wird sie dem Bundestag vorgelegt.

Petition Parlamentarische Prüfung

+++ NEUESTES +++

TAZ veröffentlicht Artikel +++ Petition nun in der Parlamentarischen Prüfung +++ Hempels veröffentlicht Interview +++ Ministerin Trauernicht dankt für Engagement +++ Der Albrecht veröffentlicht Artikel +++ mehr unter Medienecho

Hintergrund der Petition – Kein Klo über den Wolken

Fliegen ist mittlerweile so normal wie Auto- und Bahnfahren – für fast alle Menschen in Europa. Nicht aber für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. So hat diese Zielgruppe auch nach Inkrafttreten der EU Flugverordnung vom Juli 2008 beispielsweise keine Chance, auf Kurz- und Mittelstreckenflügen eine Toilette aufzusuchen.

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Flug nach China: KLM ohne Bordrollstuhl

Donnerstag, 04. Dezember 2008

Das Flugunternehmen KLM nimmt auf so genannten Kurzrstreckenflügen keinen Bordrollstuhl mit.  Wörtlich heißt es in dem Schreiben meines bemühten Reisebüros flug.de:

Leider werden auf innereuropäischen Flügen keine Bordrollstühle befördert. Ebenso kann die KLM Ihnen eine barrierefreie Bordtoilette nicht garantieren.

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Medienecho zur Petition barrierefrei Fliegen

Dienstag, 18. November 2008

Mittlerweile berichten – neben den vielen Internetmedien – auch die klassischen Medien über die Petition (hier mitzeichnen!) und ihre ersten Erfolge.

Medienecho

andere Reaktionen

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