Mit ‘LBA’ getaggte Artikel

Blogger bezwingt Lufthansa!

Mittwoch, 19. August 2009
Sitz Europäischer Gerichtshof

Sitz des Europäischen Gerichtshofs (Bild Wikipedia)

So oder so ähnlich stelle ich mir die Meldung auf spiegel.de vor.

Dann, wenn die Deutsche Lufthansa endlich beisteuert und den kleinen, aber so hilfreichen Bordrollstuhl für Passagiere mit Mobilitätseinschränkung bereitstellt.

Bis dahin allerdings läuft alles seinen demokratisch vorgesehen Weg

  1. Beschwerde bei der Deutschen Lufthansa einreichen (erledigt)
  2. Beschwerde muss beantwortet werden und der Beschwerdesteller ist mit der Antwort nicht zufrieden (erledigt, denn das bin ich nicht)
  3. Beschwerde bei der nationalen Durchsetzungsstelle einreichen, in Deutschland das Luftfahrtbundesamt LBA (heute erledigt)

und wenn die Antwort vom LBA unbefriedigend ausfällt, geht es früher oder später nach Luxemburg zum Europäischen Gerichtshof.

Das jedenfalls ist der Masterplan!

zum Nachlesen

Lufthansa wieder ohne Bordrollstuhl
Geburtstag! EU Flugverordnung wird 1
Nachgehakt – Lufthansa bald barrierefrei?

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Drastische Beschwerde einer 82-Jährigen

Montag, 12. Januar 2009

Im Postfach meiner (alten) Arbeitsstelle fand ich heute einen handgeschriebenen Brief einer älteren Dame aus Oberursel. Im Brief schildert sie ihre eigene Flugerfahrung und bittet mich, die Petition “Barrierefreies Fliegen” in ihrem Namen mitzuzeichnen. Der Brief war vom 6. Dezember datiert, leider lese ich ihn erst heute! Mit der Dame sind es dann 572 Personen, die die Petition mitgezeichnet haben.

Auch schickte Sie mir die Kopie eines Beschwerdebriefes, den die mobilitätseingeschränkte Dame im Anschluß einer Flugreise nach Teneriffa am 13.1.2008 an einen großen Reiseveranstalter schickte. Hier einige Auszüge aus dem Schreiben, die die Situation an Bord eindringlich beschreibt:

Der Flug dauerte ungefähr 4 Stunden, in dieser Zeit mußte ich mal auf die Toilette. Nun stellte sich heraus, daß die Helfer die “Sackkarre” (der Bordrollstuhl ist gemeint) wieder mitgenommen hatten und daß sich im Flugzeug keinerlei Hilfsmittel für das Erreichen der Toilette befand!!! Die Stewardess bot mir ihren Arm an (!), was lächerlich war, denn eine 80-Jährige mit nur einem Bein kann wohl wirklich nicht darauf hüpfen!!!

und weiter schreibt sie:

Ich versuchte nun, mich auf die Lehnen der Sitze am Gang zu stützen und mein eines Bein über den Boden zu schieben, aber der war rauh und es ging nur cm-weise, war sehr anstrengend. Vor den beiden ersten Reihen gab ich auf und sank mit einem Schenkel auf die Armlehne neben mir, versuchte Gleichgewicht zu halten, sehr schwierig! Nun erschien als Retter der Co-Pilot! Er war groß und stark, ich schlang meine Hände um seinen Hals, er umfaßte mich und schleppte mich bis auf die Toilette, … Danke, Co-Pilot. Ich war fix und fertig und total erschöpft. (…) Warum hat man mir das zugemutet?

In ihrem Schreiben fordert die Dame den Reiseveranstalter TUIfly auf, zu dem Vorfall Stellung zu nehmen und dafür Sorge zu tragen, dass sich bei ihrem Rückflug nach Frankfurt ein so “jämmerliches Versagen” nicht wiederholt. Da die Dame nicht so recht nicht an eine bessere Situation auf dem Rückflug glauben konnte, präparierte sie sich: mit Windeln!

Hierzu fällt dem aufmerksamen Leser sicher sofort die Forderung von Dr. Sigrid Arnade ein, die verlangt alle Toiletten aus den Flugzeugen auszubauen: Kein Passagier sei dann mehr benachteiligt, die Airline habe mehr Platz für noch mehr zahlende Passagiere. Vor dem Boarden gäbe es natürlich Pampers frei für alle!

Beschwerdebrief der Dame im Original nachlesen (3MB)

P.S. Als Antwort bekam die Passagierin einen Blumenstrauß! Außerdem pflegt sie nun regen Schriftverkehr mit TUIfly und mit dem Luftfahrtbundesamt. Letztere übrigens ließen der engagierten Dame ausrichten, dass allgemeine Hilfsmittel in der EU-Verordnung “nicht vorgeschrieben” sind.

Wozu eigentlich eine Verordnung, wenn sie nix taugt?!

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Luftfahrt Bundesamt nicht zuständig

Freitag, 09. Januar 2009

Das Luftfahrt Bundesamt (LBA) ist die deutsche Durchsetzungsstelle für die Belange von Flugreisenden nach der neuen EU Flugverordnung (Überblick alle nationalen Durchsetzungsstellen in Europa). Schade nur, dass Sie sich im Fall rechtaufklo versus GELÖSCHT nicht zuständig fühlt und die Beschwerde nach über zwei monatiger Bearbeitung an die französische Stelle weiterleitet.

An die werde ich gebeten mich zu wenden, falls weitere Anfragen zur Beschwerden auftreten sollten. In französisch !?!

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