Mit ‘EU Flugverordnung’ getaggte Artikel

Wann ist ein Flieger zu klein

Mittwoch, 01. Juni 2016

… für einen Bordrollstuhl, liebe Lufthansa?

Lufthansa CityLine

Bitte alle einsteigen! Boarding kein Problem, aber angeblich kein Stauraum für Bordrollstuhl im CityLine Flieger

Die Lufthansa ist seit vielen Jahren vorbildhaft aufgestellt bei der Bereitstellung von Bordrollstühlen. Um so erstaunlicher ist die Information, die mich auf dem Flug von Frankfurt nach Luxemburg erreichte. Das Flugzeug ist zu klein und kann deswegen nicht mit einem Bordrollstuhl ausgestattet werden, so der Purser.

Das widerspricht klar der EU Flugverordnung, die bei Bedarf allen Passagieren Hilfe beim Weg zur Toilette garantiert!


Und noch zwei Widersprüche:

1. Auf den Seiten der Lufthansa heißt es:

In unseren Flugzeugen steht (…) ein eigens entwickelter Bordrollstuhl zur Verfügung, mit dem sie auch die Toiletten nutzen können.

Bordrollstuhl immer vorhanden! (Quelle: lufthansa.com 1.6.2016)

2. Doppelt hält besser: Trotz Bestätigung, dass die Lufthansa den Bordrollstuhl auf allen Fliegern bereithält (siehe Eintrag “Lufthansa mit treuem Begleiter” vom April 2014), haken wir vor dem Abflug telefonisch nach. Hier die Auskunft von der Lufthansa Medical Hotline:

Reisebüro BCD Travel, 6.4.2016

Interessante Fakten

  • Der CityLine Flieger verfügte über mindestens 90 Sitzplätze
  • Die EU Flugverordnung macht keinen Unterschied zwischen kleinen Fliegern oder großen (Schmalrumpfflugzeuge mit einem Gang oder Großraumfliegern)
  • Übrigens: In den USA wird auch in Minifliegern mit 60 Sitzplätzen ein Bordrollstuhl bereitgestellt! (Quelle: US Transportation Department)
  • Meine Schreiben vom  9.5.2016 (an specialservice@dlh.de) und 20.5.2016 (an customer.relations@lufthansa.com) sind noch unbeantwortet.
  • Flugdaten: 9.5.2016 Frankfurt – Luxemburg (LH396), 13.5.2016 Luxemburg – Frankfurt, bzw. Köln ( LH395)
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    Ramsauer solls richten

    Mittwoch, 31. August 2011

    Dem Verkehrsminister liegt ein neuer Brief auf dem Tisch. Die Forderung: Klarheit schaffen in Sachen barrierefreies Fliegen. Das brennendste Thema des Offenen Briefs betrifft die Begleitperson von PRMs.

    Soll es Airlines weiterhin frei gestellt sein, allein reisenden mobilitätseingeschränkten Passagieren spontan den Flug zu verweigern?

    So wie jüngst geschehen, als der UN-Sonderberichterstatter Shuaib Chalklen seinen Flug nicht antreten konnte mit der hanebüchenen Begründung, weil er selbst nicht auf die Toilette gehen könnte! Als hätte eine Begleitperson einen Unterschied gemacht, bei den viel zu kleinen Bordtoiletten.

    “Die Fluglinien setzen EU-Gesetze nicht um”, beobachtet nicht nur der UN-Berichterstatter, sondern auch der Berliner Behindertenverband und wendet sich in dem Offenen Brief an die deutsche Politik.

    Das Schreiben kommt mit einer Liste von Forderungen.  Hier eine Auswahl:

    • Bereitstellung von Bordrollstühlen
    • Wenn Begleitperson Pflicht, dann muss sie kostenfrei befördert werden
    • Barrierefreie Toiletten bei Neuanschaffungen und Neuausstattung
    • Mindestens eine barrierefreie, bordrollstuhlgerechte Toilette pro Flugzeug mit mehr als einem Gang
    • Online buchen muss möglich sein
    • Stufenloser Eingang in die Flugzeuge
    • Delivery at Aircraft: Der PRM erhält seinen Rollstuhl direkt am Flugzeug

    Danke nach Berlin!

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    EU nimmt Airlines in die Pflicht

    Donnerstag, 10. Juni 2010
    EU Logo

    EU Kommission konkretisiert Verordnung

    Luftfahrtunternehmen müssen für alle Passagiere – inklusive mobilitätseingeschränkten Reisenden – Zugang zu Toiletten schaffen. Und das “mit allen Mitteln“.

    Rechtzeitig zur ILA 2010, in dem das Thema barrierefreies Fliegen in eine zweite Runde geht, liegt nun das neue und verstärkte Statement der Kommission vor (zum Wortlaut).

    Bis Ende des Jahres prüft die Kommission die Durchführung der Flugverordnung, die seit 2008 gilt.

    Schon jetzt ist erkennbar, dass an vielen Stellen massiv nachgeschärft werden muss. Dabei müßten sicher auch die nationalen Durchsetzungsstellen besser aufgestellt werden. Zumindest die deutsche, das Luftfahrbundesamt, scheint überfordert zu sein.

    Rechtzeitig zur ILA 2010, in dem das Thema barrierefreies Fliegen in eine zweite Runde
    geht, liegt nun das neue und verstärkte Statement der Kommission vor  (<a
    href=”http://www.rechtaufklo.de/?page_id=802″><strong>zum
    Wortlaut</strong></a>).
    Bis Ende des Jahres prüft die Kommission die Durchführung der Flugverordnung, die
    seit 2008 gilt.
    Schon jetzt ist erkennbar, dass an vielen Stellen massiv nachgeschärft werden muss.
    Dabei müßten sicher auch die nationalen Durchsetzungsstellen besser aufgestellt
    werden. Zumindest die deutsche, das Luftfahrbundesamt, scheint völlig überfordert zu
    sein.
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    Nun doch: Lufthansa bestätigt Bordrollstuhl

    Montag, 22. März 2010
    Lufthansa über Facebook angeschrieben

    Lufthansa über Facebook angeschrieben

    Jetzt hab’ ich sie! Die schriftliche Bestätigung, dass Lufthansa auf einem innerdeutschen Flug ein Bordrollstuhl bereitstellt.

    Geht doch.

    Erst wollten sie nicht (Troubles with Lufthansa), dann schrieb ich an Facebook und auch direkt an Lufthansa.  Und jetzt scheint es doch möglich zu sein.

    Aus der Kundenleitung der Lufthansa heißt es:

    Gerne bestätige ich Ihnen heute schriftlich, dass wir für Ihre Reise nach München einen Bordrollstuhl für Sie zur Verfügung stellen werden. Die Leiterin des Betreuungsdienstes ist über Ihre Reisedaten informiert und wird dafür sorgen, dass der Bordrollstuhl für Sie bereitsteht. Einen entsprechenden Bestätigungsvermerk werde ich auch noch in Ihrer Buchung vornehmen.

    So, wenn das ganze in Zukunft ohne Nachfragen funktioniert und ohne Spezialemail (die ich hier leider nicht veröffentlich darf) werde ich überzeugter Fan der Lufthansa.

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    Realität überholt Bundestag

    Montag, 08. März 2010
    Bundesadler

    Bundesadler

    Soll der EU Kommission empfohlen werden, den Bordrollstuhl in die Flugverordnung aufzunehmen?

    Im Frühjahr steht die Bewertung der Flugverordnung an: Alle europäischen Staaten sollen der EU berichten, ob die Flugverordnung ausreichend umgesetzt wird.

    Auch in Deutschland steht eine Evaluierung an. Das Verkehrsministerium hat daher den Auftrag bekommen, dem Bundestag bis Ende 2009  schriftlich mitzuteilen, ob und wie die Forderung aus der Petition in dem Bericht berücksichtigt werden.

    Klaus Hagemann, Mitglied des Bundestags und Sprecher der Arbeitsgruppe Petitionen schreibt in einem Zwischenbericht:

    Die Verpflichtung zur Mitnahme eines Bordrollstuhls wurde bewusst nicht mit in die Verordnung aufgenommen wurden!

    Angeblich waren sich alle einig, sogar die Interessensverbände für Menschen mit Behinderung. Eine Begründung liefert er nicht.

    Weiter gibt er den nicht sehr vielversprechenden Ausblick:

    Ob in der Stellungnahme der Bundesregierung an die Kommission die Empfehlung ausgesprochen wird, dass Bordrollstühle mitzuführen sind, …, wird noch sorgfältig geprüft.

    Kann es sein, dass das Thema so langen “sorgfältigen Prüfungen” unterzogen werden soll, bis es sich von selbst klärt? Die Lufthansa punktet jedenfalls und greift der Politik voraus:  Sie arbeitet bereits daran, Bordrollstühle zum festen Equipment ihrer Flugflotte zu machen.

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    Petition – Bundestag hat getagt

    Freitag, 18. Dezember 2009
    Bundesadler

    Bundesadler

    Und sagt: ein Recht auf Klo gibt es nicht! Jedenfalls nicht im deutschen Flugverkehr.

    Warum nicht? Im Wortlaut heißt es auf Seite Vier der siebenseitigen Begründung (PDF):

    Im deutschen Flugverkehr würden häufig Flugzeuge eingesetzt, die den Transport eines Bordrollstuhls aus Platzgründen nicht zulassen.

    Die Konsequenz:

    Einschränkungen müssen hier zwangsläufig für jeden Reisenden – insbesondere beim Besuch der Bordtoilette – in Kauf genommen werden.

    Zur Erinnerung sei festgehalten, dass ein moderner Bordrollstuhl im gefalteten Zustand in etwa die Ausmaße einer Handtasche hat… Doch: Wo kein Wille da kein Weg, möchte man an dieser Stelle denken.

    Etwas Gutes bringt die Petition dennoch zu Tage:

    • Ich habe die Unterstützung von vielen Freunden und MitzeichnerInnen nicht nur aus Deutschland und Europa erfahren. Herzlichen Dank an Euch, das ist toll!
    • Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ist seitdem ein treuer Begleiter und regelmäßiger Besucher dieses Blogs.

    Nicht verschweigen möchte ich ferner, dass der Petitionsausschuss auch lobende Worte findet. So heißt es, dass das Engagement des Petenten zur Schaffung von Barrierefreiheit im Flugverkehr ausdrücklich begrüßt wird.

    Nach Ansicht des Bundestags konnte die Petition bereits Ziele verbuchen. So würde die Lufthansa allen Passagieren bei Bedarf einen Bordrollstuhl bereitstellen. (Seltsam nur, dass  ich bei meinem jüngsten Flug mit der Lufthansa wieder ohne Bordrollstuhl fliegen mußte. Na ja.)

    Und noch eine Perspektive zum Schluß:

    Alle europäischen Staaten sollen der EU Anfang 2010 mitteilen, ob die Flugverordnung ausreichend umgesetzt wird. Auch in Deutschland steht eine Evaluierung an. Das Verkehrsministerium hat daher den Auftrag bekommen, dem Bundestag bis Ende 2009  schriftlich mitteilen, ob und wie die Forderung aus der Petition in dem Bericht berücksichtigt werden.

    Vieles deutet hin auf eine finale Entscheidung in Brüssel oder Straßburg. Es bleibt spannend.

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    Das deutsche Antidiskriminierungsmodell

    Freitag, 20. November 2009

    Offener Brief an die Antidiskriminierungsstelle

    Sehr geehrte Frau Lüders,

    bereits im Vorjahr habe ich mit Ihrer Vorgängerin Kontakt aufgenommen wegen Barrieren und andauernden Diskriminierungen im Flugverkehr.

    Leider waren die Bemühungen nicht von großem Erfolg geprägt. Daher versuche ich mein Glück erneut und bitte Sie, sich der dringenden Angelegenheit anzunehmen.

    Das Antidiskriminierungs Modell

    Das deutsche Antidiskriminierungsmodell?

    Der bisherige Verlauf: Von der Antidiskriminierungsstelle, bei der ich die Beschwerde einreichte, wurde ich zur Bundesbeauftragten für Menschen mit Behinderung weitergeleitet. Doch dort sah man sich ebenfalls nicht in der Lage, der diskriminierenden Situation im Flugverkehr aktiv und erfolgreich entgegenzutreten. Man leitete mich weiter an das Luftfahrtbundesamt, der nationalen Durchsetzungsstelle für Verstöße gegen die EU Flugverordnung. Auch dort konnte man mir leider nicht weiterhelfen – ganz offensichtlich wollte oder konnte das Luftfahrtbundesamt nicht wahrhaben, dass Fluggesellschaften Rollstuhlnutzern oder ähnlichen Personengruppen keine entsprechende Hilfeleistung (z.B. einen Bordrollstuhl) bieten, die es ermöglicht, an Bord des Fliegers eine Toilette aufzusuchen. Ich wurde an das Verkehrsministerium weitergeleitet. Hier endet die Kommunikation mit den Worten:

    “Unabhängig vom Vorhandensein behindertengerechter Toiletten muss das Luftfahrtunternehmen sicherstellen, dass der Passagier unter Wahrung seiner Privatsphäre die Toilette benutzen kann” (Luftfahrtbundesamt, 9.9.2008)

    An sich ein schönes Statement. Jedenfalls in der Theorie. Auf den Flugalltag jedoch scheint es keine Auswirkung zu haben: Eine Toilette ist für viele mobilitätseingeschränkte Passagiere im Flieger nach wie vor nicht aufsuchbar.

    Was seitdem geschehen ist

    • Mittlerweile ist eine Petition für barrierefreies Fliegen auf Bundes- und auf europäischer Ebene auf den Weg gebracht worden.
    • In den Medien ist viel über die Petitionen und die untragbare Situation berichtet worden, siehe Pressespiegel
    • Der NDR hat einen Film über die Toilettensituation im Flugzeug gedreht, siehe “Kampf ums Klo”

    Ein Jahr nach in Kraft treten der EU Flugverordnung ist alles beim Alten: Rollstuhlfahrer kommen im Flieger einfach nicht aufs Klo! Ein Bericht zum einjährigen Geburtstag verdeutlicht die unveränderte Lage.

    Die in höchstem Maße diskriminierende und unwürdige Situation, in denen Passagiere vom Gang zur Toilette abgeschnitten sind, besteht weiterhin. Sie wiederholt sich täglich ohne dass sich eine Antidiskriminierungsstelle, eine Bundesbeauftragte, ein Luftfahrtbundesamt oder ein Verkehrsministerium sich ihrer nachhaltig angenommen hätte.

    Meine Hoffnungen ruhen nun auf Ihnen, Frau Lüders: Machen Sie was!

    Mit freundlichen Grüßen
    Kay Macquarrie

    Nachtrag 15.12.2009

    Es gibt Antwort aus dem Haus der Antidiskriminierungsbeauftragten. Und dass, obwohl Frau Lüders ihr Amt noch gar nicht angetreten hat! Man sollte wohl dankbar sein, dass man überhaupt eine Antwort bekommt… allerdings  steht in dem Schreiben wenig neues drin.

    Es wird lediglich angekündigt, man wolle auf der ILA Ausstellung 2010 wieder mit den Fluggesellschaften reden … Ich glaube, die Herren und Damen von der Lufthansa und Co bekommen schon weiche Knie.

    In der Summe bloss eine neue Weiterleitung

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    Lufthansa wieder ohne Bordrollstuhl

    Donnerstag, 02. Juli 2009

    Ich dachte ja, dass wir schon weiter wären mit der Barrierefreiheit über den Wolken, seitdem der Unternehmenssprecher der Deutschen Lufthansa im November letzten Jahres großspurig verkündete, dass es Bordrollstühle nun auch auf Kurzstreckenflügen gibt.  Die Nachricht verbreitete sich in Windeseile, nachdem Kieler Nachrichten und Kobinet es publizierten.

    Und wie siehts konkret aus? Montag Abend einen Flug gebucht und am Dienstag bei der Hotline angerufen, um den Bordrollstuhl anzumelden. Doch die Dame an der Hotline nur kurz: Bordrollstühle bieten wir nur auf Langstreckenflügen an!

    Lufthansa versus Barrierefreiheit
    Lufthansa versus Barrierefreiheit
    Diesen Flyer habe ich im Herbst letzten Jahres angefertigt – doch ist er noch immer brandaktuell.

    Na toll, denke ich mir. Geht es wieder von vorne los. Gleich am Abend setze ich mich mit der medizinischen Abteilung der Lufthansa in Verbindung. Die seien zuständig für “Hilfeleistungen an Bord”. Doch weder Anruf und E-Mail, in denen ich auch auf die Aussagen vom Pressesprecher hinweise, bringen mir die positive Bestätigung über die Bereitstellung eines Bordrollstuhls.

    Stattdessen kriege ich heute einen Rückruf: Wir als medizinische Abteilung sind leider nicht für Bordrollstühle zuständig, da müssen Sie sich an die allgemeine Hotline wenden.

    Ich melde mich an der allgemeinen Hotline und verlange, mit der Vorgesetzten zu sprechen. Die Dame erzählt mir nach kurzer Prüfung: Sorry, nicht zuständig! und empfiehlt mich an den medizinischen Dienst.

    Das gibt es doch nicht, denke ich. Da werde ich von der allgemeinen Hotline zum medizinischen Dienst geschickt, welche mich wiederum an die Hotline verweisen und deren Vorgesetzte dann den Nerv hat, mir zu sagen: Ne, ne sind nicht zuständig!

    Um der ganzen Situation die Krone aufzusetzen, teilt sie mir mit, dass selbst wenn sie einen Bordrollstuhl organisieren könnte, wäre es jetzt zu spät. Man müsse den Bedarf ja schließlich 48 Stunden vorher anmelden!

    Haste da noch Worte!?!

    Der Kampf ums Klo geht in eine neue Runde. War der Kurzfilm des NDRs mit freundlicher Unterstützung der Lufthansa erfolgt, steht die Lufthansa nun selbst am Pranger.

    Morgen um 10 Uhr geht mein Flieger – vermutlich mit mir, aber wieder mal ohne Bordrollstuhl!

    Diskussion und Kommentare auf Kobinet verfolgen

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    Kampf ums Klo – NDR Beitrag auf Youtube

    Donnerstag, 05. Februar 2009

    Leute mit Mobilitätseinschränkungen (PRMs) kommen im Flugzeug nur schwer oder überhaupt nicht aufs Klo. Trotz neuer EU Flugverordnung weigern sich die meisten Airlines, den Toilettenbesuch für PRMs zu ermöglichen, z.B. in dem sie einen Bordrollstuhl und größere Toiletten anbieten würden – bisher sind die Airlines erfolgreich!

    Der Auszug aus dem “Schleswig-Holstein Magazin” des NDR vom 30.1.2009 zeigt die Thematiknun erstmalig im Bewegtbild:

    Auf Youtube ist der Clip zu finden unter: http://www.youtube.com/watch?v=C4_IPvuCXqc

    Dieser Film wurde ermöglicht mit freundlicher Unterstützung der Deutschen Lufthansa.


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    Luftfahrt Bundesamt nicht zuständig

    Freitag, 09. Januar 2009

    Das Luftfahrt Bundesamt (LBA) ist die deutsche Durchsetzungsstelle für die Belange von Flugreisenden nach der neuen EU Flugverordnung (Überblick alle nationalen Durchsetzungsstellen in Europa). Schade nur, dass Sie sich im Fall rechtaufklo versus GELÖSCHT nicht zuständig fühlt und die Beschwerde nach über zwei monatiger Bearbeitung an die französische Stelle weiterleitet.

    An die werde ich gebeten mich zu wenden, falls weitere Anfragen zur Beschwerden auftreten sollten. In französisch !?!

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    GELÖSCHT: Rollstuhlfahrer nur mit Begleitung!

    Dienstag, 16. Dezember 2008

    Gestern erhielt ich ein Schreiben von GELÖSCHT. In der eMail äußern sie sich zu meiner Kritik an Bord des Hamburg-Paris Fluges im September diesen Jahres keine Hilfe geleistet zu haben,  um eine Toilette zu erreichen.

    Die lapidare Antwort des Flugunternehmens:

    Fluggäste mit eingeschränkter Mobilität müssen selbständig in der Lage sein, den Weg zu den Toiletten, zu bewerkstelligen. Sollte dies nicht der Fall sein, so ist die Reise nur mit einer Begleitperson möglich. Sie haben die Reise mit ihrer Frau angetreten. Entsprechend liegt die Fürsorgepflicht im Verantwortungsbereich Ihrer Frau.

    Fragt sich, wie sich GELÖSCHT das genau vorstellt: Die erfahrene Crew ist nicht in der Lage Hilfe zu leisten, um einen Fluggast mit eingeschränkter Mobilität den Weg zur Toilette zu ermöglichen. Von der Begleitperson wird das jedoch erwartet? Eigentlich sollten die neue EU Flugverordnung Erleichterung bringen, und endlich – im 21. Jahrhundert, also 90 Jahre (!) nach dem ersten Passagierflug – ein Flugreisen in Recht und Würde sicherstellen.

    Wo sind die verantwortlichen politischen Stellen, die dafür Sorge tragen, dass bestehende Verordnungen auch umgesetzt werden?

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    Was muss, das muss

    Sonntag, 14. Dezember 2008

    Interview aus der Kieler Hochschulzeitung “Der Albrecht”

    von Kristiana Ludwig, Fotos von SN

    Anhalten und abfliegen

    Kay MacquarrieFür Rollstuhlfahrer beginnen Flüge mit einer Wahl: Kann ich es mir für die nächsten Stunden verkneifen oder möchte ich zu Hause bleiben? Und auf langen Flügen: Kann ich auch mit geöffneter Tür auf dem Klo entspannen oder trinke ich heute lieber gar nichts? Flugzeugtoiletten sind häufig diskriminierend. Kay Macquarrie wohnt in Kiel, er ist Webdesigner und Rollstuhlfahrer. Und kämpft mit einer Petition beim Bundestag für die Umsetzung einer EU-Verordnung, die Fluggesellschaften verpflichtet, Hilfestellung zu leisten. Er pocht dabei auf ein Grundrecht: die Würde.

    (weiterlesen…)

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    Lufthansa für Filmdreh nicht bereit

    Mittwoch, 10. Dezember 2008

    Setzt die Lufthansa wirklich die Forderungen der EU Flugverordnung vom 26.7.2008 um, so wie es der Pressesprecher Jan Bärwalde in verschiedenen Interviews erklärt?

    Eine Frage, die ein Hamburger Filmteam nun auf den Grund gehen wollte. Leider scheiterte die Aktion bereits an den Toren der Lufthansa. Diese sahen sich für einen Dreh nicht bereit und erklärten, dass der “Organisationsaufwand” zu groß sei. Eine Drehgenehmigung wurde nicht erteilt. Schade, liebe Lufthansa, hiermit hätte ein Zeichen gesetzt werden können.

    Stattdessen steht die ungeklärte Frage im Raum, was  die Lufthansa denn genau meint mit der Aussage: “selbstverständlich setzen wir die neue EU Verordnung um” (31.7.2008). Denn im September – also nur zwei Monate später – mußte ein Passagier der Lufthansa vor das Amtsgericht ziehen, um gegen den Konzern eine einstweilige Verfügung zu erwirken. Die Lufthansa wollte freiwillig auf einem Kurzstreckenflug keinen Bordrollstuhl bereitstellen!

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    KLM stellt sich doof

    Dienstag, 09. Dezember 2008

    Weil KLM auf der Kurzstrecke keinen Bordrollstuhl und auf der Langstrecke keine bordrollstuhlzugängliche Toilette zur Verfügung stellen will, habe ich die Fluggesellschaft nun per eMail und auch telefonisch kontaktiert.

    Sowohl in der eMail, also auch im Telefongespräch weise ich KLM ausdrücklich auf die Verpflichtung der Fluggesellschaften nach der EU Flugverordnung vom 26.7.2008 hin.

    Das ernüchternde Ergebnis:

    Unfortunately we did not find any information about the new law that you have mentioned about the wheelchair on board service on board of the Fokker aircrafts.

    P.S. Im übrigen steht in der EU Flugverordnung in der Tat nichts von einer Verpflichtung drin’ einen Bordrollstuhl mit zu führen. Wie aber – wenn nicht mit Hilfe eines Bordrollstuhls – soll die EU Verordnung, die PRM’s den Zugang zu einer Toilette ermöglicht, sonst erfüllt werden?

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