Fliegen mit Rollstuhl
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Tipps und Tricks beim Fliegen mit dem Rollstuhl
- direkt bei der Buchung den Rollstuhl anmelden
- Angaben über den Rollstuhl mitteilen: elektrischer oder manueller Rollstuhl, Größenangaben (Höhe, Breite und Tiefe)
- die Anmeldung des Rollstuhl und weiterer Wünsche (Sitzplatzwahl) schriftlich bestätigen lassen
- bei Auslandsreisen 2h vorher einchecken, bei innerdeutschen Reisen 90 Minuten (TIPP: an einigen Flughäfen gibt es spezielle Schalter zum Einchecken)
- beim Einchecken auch den Rollstuhl als Gepäckstück labeln lassen, damit er auffindbar bleibt beim Gepäcktransport (auch wenn der eigene Rollstuhl in der Regel bis zum Boarden benutzt werden kann)
- nachfragen, wann genau geboardet wird und – entsprechend nach eigenen Wünschen – mitteilen, ob man preboarden oder postboarden (vor oder nach allen anderen Passagieren das Flugzeug betreten) möchte (TIPP: in der Regel wird gepreboardet, auf Wunsch jedoch auch gepostboarded)
- Vorteil beim Postboarden: man kann noch mal eine Toilette aufsuchen, denn: in Kurz- und Mittelstreckenflügen gibt es keine barrierefreie Toilette und keinen Bordrollstuhl!
- mit Hilfe eines Flugzeugtragestuhls (Transferrollstuhl)gelangt man zum Sitzplatz in der Regel durch ein Helferteam des DRK’s
- befindet man sich auf einem Langstreckenflug, unbedingt nachfragen, ob ein Bordrollstuhl vorhanden ist – standardmäßig ist einer vorhanden, aber nicht immer!
- dem Stewart Bescheid geben, sicherzustellen, dass der Rollstuhl direkt nach der Landung zum Ausgang gebracht wird
- Auf Kontinentalflügen (Kurz- und Mittelstrecke) gibt es keinen Bordrollstuhl und somit für Passagiere, die nicht gehen können, auch kein Klo!
- Auf Langstreckenflügen dem Bordpersonal rechtzeitig Bescheid geben, wenn man auf die Toilette möchte
- Achtung: Die Toiletten sind fast ausnahmslos zu klein, um mit dem Bordrollstuhl hineinfahren zu können! In selten Fällen können 2 Kabinen zu einer zusammengefügt werden, dann hat man Glück.
- man kommt prinzipiell als letzter Passagier von Bord
- wenn alles reibungslos läuft, wird man vom Helferteam auf einem Flugzeugtragestuhl (Transferrollstuhl) vor das Flugzeug gebracht, wo der eigene Rollstuhl bereitstellt
- sind die Wege nicht barrierefrei, werden spezielle Fahrzeuge eingesetzt, die einen zum nächsten Etappenziel bringen
- keine Kontinentalflieger verfügt über eine barrierefreie Toilette!
- wenige Kontinentalflieger (mit Ausnahme von Lufthansa und z.T. Ryanair) verfügen über einen Bordrollstuhl mit dem eine Toilette erreicht werden könnte!
- allein diese beiden Mißachtungen zentraler Flugrechte sind es wert eine Beschwerde zu verfassen, in der Hoffnung, Flugzeuge barrierefreier zu machen
- bei der Airlinie beschweren (schriftlich)
- bei unbefriedigender Antwort – und das ist sie in der Regel! – eine Beschwerde an das Luftfahrtbundesamt schicken, hier der Link zum PDF Beschwerdebogen
- bei Bedarf juristisch vorgehen und Airline auf Schmerzensgeld verklagen, denn: Fluggesellschaften sind verpflichtet, jedem Passagier die Nutzung einer Toilette zu ermöglichen
mehr zum Thema im Internet
wheel-it.de FAQ Liste beim Fliegen mit dem Rollstuhl
rehacare.de Vor- und Nachteile verschiedener Airlines
barriereifrei-fliegen.de Mit dem Rollstuhl reisen (sehr umfangreich!)
www.rolli-flugreisen.de
Flugreisen auf myhandicap.de
Air Travel Tips for People with Disabilities