Troubles with Lufthansa

18. März 2010

Quite strange. Roughly a week ago, I got a call from Lufthansa (Überraschungsanruf von Lufthansa, German). A lady briefed by the management board declared: Dear passenger, we now offer on-board wheelchairs. Not only one which is provided in case of a need, but also one which belongs to the permanent equipment of an airplane.

Wow! I thought. Lufthansa is about to improve and they even forge ahead of all European Airlines.  Maybe even of all American Airlines, too. (US Airlines are usually most sensible concerning  accessibility issues.)

I book a flight from Hamburg to Munich. Everything works fine, I receive the ticket, but: No confirmation for the on-board wheelchair (WCOB)!!

My travel agency calls Lufthansa and tries to find out what’s the problem. Their answer: Lufthansa does not offer on-board wheelchairs on short haul flights!

Jes‘! It’s a constant back and forth. Why cant Lufthansa be clear about whether they have an aisle chair or not?!

The lady who called me, gave me her email in case „something goes wrong“. Ok.  48 hours ago, I wrote her an email. But no answer yet…

96 hours later…

Got Mail from Lufthansa: They confirm the aisle chair on a national flight. Took them some time, but finally it seems to work.

Überraschungsanruf von Lufthansa

9. März 2010
Lufthansa

Lufthansa lenkt ein, Folge III

Die Airline verspricht: Schon bald gibt es Bordrollstühle. Als festes Equipment!

Auf dem ersten Blick nichts wirklich Neues.

Gleiches erfuhr ich bereits bei meinem Inkognito Anruf als Kay Hansen vor über anderthalb Jahren, was durch den Lufthansasprecher gegenüber den Kieler Nachrichten bestätigt wurde. Eine ähnliche Antwort gab es im Juli 2009 auf direkte Nachfrage.

Im Sommer machte ich den Praxistest und flog mit der Lufthansa – ohne Bordrollstuhl. Wunsch und Wirklichkeit  könnten kaum weiter auseinanderklaffen.

Ob die Lufthansa diesmal zu ihrem Versprechen steht – Zeit und Erfahrung werden es zeigen!

Aber: Geradezu bahnbrechend erscheint die Aussage aus einem anderen Grund.  Zur Zeit prüft die Bundesregierung, ob sie der Europäischen Kommission die Empfehlung geben soll,  alle Airlines zu verpflichten, Bordrollstühle mitzuführen.

Angesichts eines mittlerweile abgeschlossenen Petitionsverfahrens, in dem sich die (alte) Bundesregierung klar zu Chancengleichheit und Barrierefreiheit bekennt, empfinde ich alleine die Fragestellung schon fast als persönlichen Angriff.

Höchst erfreulich daher das Statement der Lufthansa: Bordrollstühle werden fest an Bord der Kontinentalflotte mitgeführt.  Das gilt vorerst für die eigene Flotte. Auf kleineren Flugzeugen und bei Fliegern von Partnerunternehmen werde der Bordrollstuhl bei Bedarf bereitgestellt.

Da kann der Bundestag ihre aufwändige Recherche einstellen zur Frage, ob ein Bordrollstuhl überhaupt in einen Kurzstreckenflieger passt! Die Wirklichkeit hat die Politik scheinbar überholt.

Und zum Abschluss ein paar Antworten von der Lufthansa zu diesen Fragen:

Warum sollte ich glauben, dass es die Lufthansa jetzt ernst meint?

Bordrollstühle gibt es seit Inkrafttreten der Flugverordnung. In der Übergangszeit hätte es Probleme gegeben, da die Mitarbeiter nicht alle gleich gut informiert waren. Die klare Aussage: Wird der Bedarf 48 Stunden vor Antritt der Reise angemeldet, wird ein Bordrollstuhl bereitgestellt.

Warum bewirbt die Lufthansa noch immer nicht, dass sie Bordrollstühle auch auf der Kurzstrecke anbietet?

Das wäre der Lufthansa unbekannt, werde aber in die To-Do-Liste aufgenommen.  (Anmerkung: Scheinbar sind die Serviceseiten für barrierefreies Reisen bei der Lufthansa seit Jahren nicht mehr aktualisiert worden. Im November 2008 wurde in diesem Blog auf das Kommunikationsdefizit hingewiesen.)

Warum kann ich bei der Lufthansa den Hilfsbedarf nicht direkt bei der Buchung anmelden, was bei Ryanair bereits seit langem gängige Praxis ist?

Das sei bewusst so gehandhabt: Bei so vielen unterschiedlichen Behinderungen, wäre es besser, wenn das geschulte Personal den genauen Bedarf feststellt. (Anmerkung:  Aha!)

Realität überholt Bundestag

8. März 2010
Bundesadler

Bundesadler

Soll der EU Kommission empfohlen werden, den Bordrollstuhl in die Flugverordnung aufzunehmen?

Im Frühjahr steht die Bewertung der Flugverordnung an: Alle europäischen Staaten sollen der EU berichten, ob die Flugverordnung ausreichend umgesetzt wird.

Auch in Deutschland steht eine Evaluierung an. Das Verkehrsministerium hat daher den Auftrag bekommen, dem Bundestag bis Ende 2009  schriftlich mitzuteilen, ob und wie die Forderung aus der Petition in dem Bericht berücksichtigt werden.

Klaus Hagemann, Mitglied des Bundestags und Sprecher der Arbeitsgruppe Petitionen schreibt in einem Zwischenbericht:

Die Verpflichtung zur Mitnahme eines Bordrollstuhls wurde bewusst nicht mit in die Verordnung aufgenommen wurden!

Angeblich waren sich alle einig, sogar die Interessensverbände für Menschen mit Behinderung. Eine Begründung liefert er nicht.

Weiter gibt er den nicht sehr vielversprechenden Ausblick:

Ob in der Stellungnahme der Bundesregierung an die Kommission die Empfehlung ausgesprochen wird, dass Bordrollstühle mitzuführen sind, …, wird noch sorgfältig geprüft.

Kann es sein, dass das Thema so langen „sorgfältigen Prüfungen“ unterzogen werden soll, bis es sich von selbst klärt? Die Lufthansa punktet jedenfalls und greift der Politik voraus:  Sie arbeitet bereits daran, Bordrollstühle zum festen Equipment ihrer Flugflotte zu machen.

Klotografie – die Fotoausstellung

1. März 2010
klotografie_kl

vom 4.-31. März 2010

Eine ungewöhnliche Mail erreichte mich vor kurzem: Eine Einladung zu einer Kloausstellung.

Das Motto: Jedes Motiv ist ein Blick nach oben, an den Orten an denen alles nach unten treibt.

Die Motive zeigen die Decken von Toiletten. Jedes
Motiv ist ein Blick nach oben, an den Orten an denen
alles nach unten treibt.

Das ganze noch in Köln. Wie passend. Da muss ich hin.

Thomas Wimmers ist der Fotograf, der seit vier Jahren Klodecken fotografiert und den Begriff der Klotografie prägt. Eine seltene Leidenschaft möchte man spontan ausrufen. Aber eine beständige: Die ersten drei Jahre konnte er es geheim halten, dann suchten die Bilder ihren Weg in die Öffentlichkeit.

In der Tausendbar in Köln, sind die Exponate vom 4. bis 31. März zu betrachten.

Bahn mit 1. Klasse Barriere

16. Januar 2010
wc_bahn

Toilettenproblem in der Bahn

„Sie müssen heute erste Klasse fahren“ empfängt mich das freundliche Servicepersonal am Bahnhof in Bonn. Einer Aufforderung, der ich gerne folge.

Per Hublift geht’s in den Zug – die Fernzüge der deutschen Bahn sind nur über eine solche Hilfskonstruktion für Rollstühle zugänglich. Ein Anachronismus, der sich hartnäckig hält. Wie beim ersten VW Käfer, der auch noch über einen Tritt für den Einstieg verfügte, so wie es bei den alten Wagenkutschen eben üblich war.

Kaum im Waggon fällt mir ein Schild ins Auge, das von der Toilettentür flattert: Klo unbenutzbar.

Die einzige barrierefreie Toilette im ganzen Zug, und dann kaputt! Unten vereist und oben überschwemmt.

Für gewöhnlich gibt es zwei rollstuhlgerechte Klos im Intercity, eines in der ersten, das andere in der zweiten Klasse. Heute fehlt dem Zug Wagen 9 und somit ein alternatives Klo.

Logbuch verrät: Klo seit vier Tagen defekt

Nun, es ist nicht das erste Mal, dass ich mit der Bahn fahre und das Klo ausfällt. Es ist schließlich das Größte und Schönste und alle gehen gerne drauf, wenn man schon mal muss im Zug. Deswegen verstopft es auch schneller als die anderen Klos. Verständlich.

Der eigentliche Hammer kommt aber noch. Aus reiner Neugier frage ich den Schaffner, wie lange die Toilette denn schon defekt sei. Zwei bis drei Stunden denke ich insgeheim.

Weit gefehlt! Seit vier Tagen ist das WC als defekt gemeldet. So steht es im Logbuch. Meine erste Reaktion: Ich möchte unbedingt ein Foto von dem Eintrag machen. Darf es dann aber nicht.

Der Schaffner schaut mich etwas hilflos an, entschuldigt sich und murmelt so etwas wie peinlich vor sich hin.

Ich habe mir vorgenommen, in diesem Blog vor allem über Klos im Flieger zu schreiben. Es hat eine andere Qualität, über den Wolken kein Klo zu haben als in der Bahn. An Land kann die Reise an den vielen Bahnhöfen notfalls unterbrochen werden, im Flieger ist das Gefühl ausgeliefert zu sein viel stärker.

Dennoch, diese Anekdote wollte ich euch nicht vorenthalten. Auch weil sie eine prinzipielle Einstellung der Bahn in Punkto Barrierefreiheit offenbart.

Hier eine Liste der wichtigsten Versäumnisse:

  • Selbst moderne Züge wie der ICE sind nur über Stufen erreichbar
  • Hublifte sind nicht an allen Bahnhöfen verfügbar
  • Wer im Rollstuhl reist, kann dies nur in der Zeit zwischen 6 Uhr morgens und 22:30 Uhr abends. Nur dann  steht Personal für die Bedienung der Hublifte bereit.
  • Barrierefreie Toiletten sind Mangelware und häufig unbenutzbar

Angesichts der massiven Mängel kann der Eindruck entstehen, dass es der Deutschen Bahn weitestgehend egal ist, einen barrierefreien Zugang für Passagiere mit Mobilitätseinschränkung zu schaffen.

Nachtrag

Antwort der Bahn (18.1.2010)

Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass uns bei technischen Defekten während der Zugfahrt nur eine begrenzte Anzahl an Möglichkeiten zur Verfügung steht. So prüfen wir, ob ein Techniker vor Ort tätig oder eine andere Lösung gefunden werden kann.

Bitte entschuldigen Sie, dass eine kurzfristige Reparatur der Toilette nicht möglich war.

Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass uns bei technischen Defekten während der Zugfahrt nur eine begrenzte Anzahl an Möglichkeiten zur Verfügung steht. So prüfen wir, ob ein Techniker vor Ort tätig oder eine andere Lösung gefunden werden kann.

Bitte entschuldigen Sie, dass eine kurzfristige Reparatur der Toilette nicht möglich war.

Petition – Bundestag hat getagt

18. Dezember 2009
Bundesadler

Bundesadler

Und sagt: ein Recht auf Klo gibt es nicht! Jedenfalls nicht im deutschen Flugverkehr.

Warum nicht? Im Wortlaut heißt es auf Seite Vier der siebenseitigen Begründung (PDF):

Im deutschen Flugverkehr würden häufig Flugzeuge eingesetzt, die den Transport eines Bordrollstuhls aus Platzgründen nicht zulassen.

Die Konsequenz:

Einschränkungen müssen hier zwangsläufig für jeden Reisenden – insbesondere beim Besuch der Bordtoilette – in Kauf genommen werden.

Zur Erinnerung sei festgehalten, dass ein moderner Bordrollstuhl im gefalteten Zustand in etwa die Ausmaße einer Handtasche hat… Doch: Wo kein Wille da kein Weg, möchte man an dieser Stelle denken.

Etwas Gutes bringt die Petition dennoch zu Tage:

  • Ich habe die Unterstützung von vielen Freunden und MitzeichnerInnen nicht nur aus Deutschland und Europa erfahren. Herzlichen Dank an Euch, das ist toll!
  • Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ist seitdem ein treuer Begleiter und regelmäßiger Besucher dieses Blogs.

Nicht verschweigen möchte ich ferner, dass der Petitionsausschuss auch lobende Worte findet. So heißt es, dass das Engagement des Petenten zur Schaffung von Barrierefreiheit im Flugverkehr ausdrücklich begrüßt wird.

Nach Ansicht des Bundestags konnte die Petition bereits Ziele verbuchen. So würde die Lufthansa allen Passagieren bei Bedarf einen Bordrollstuhl bereitstellen. (Seltsam nur, dass  ich bei meinem jüngsten Flug mit der Lufthansa wieder ohne Bordrollstuhl fliegen mußte. Na ja.)

Und noch eine Perspektive zum Schluß:

Alle europäischen Staaten sollen der EU Anfang 2010 mitteilen, ob die Flugverordnung ausreichend umgesetzt wird. Auch in Deutschland steht eine Evaluierung an. Das Verkehrsministerium hat daher den Auftrag bekommen, dem Bundestag bis Ende 2009  schriftlich mitteilen, ob und wie die Forderung aus der Petition in dem Bericht berücksichtigt werden.

Vieles deutet hin auf eine finale Entscheidung in Brüssel oder Straßburg. Es bleibt spannend.

Das deutsche Antidiskriminierungsmodell

20. November 2009

Offener Brief an die Antidiskriminierungsstelle

Sehr geehrte Frau Lüders,

bereits im Vorjahr habe ich mit Ihrer Vorgängerin Kontakt aufgenommen wegen Barrieren und andauernden Diskriminierungen im Flugverkehr.

Leider waren die Bemühungen nicht von großem Erfolg geprägt. Daher versuche ich mein Glück erneut und bitte Sie, sich der dringenden Angelegenheit anzunehmen.

Das Antidiskriminierungs Modell

Das deutsche Antidiskriminierungsmodell?

Der bisherige Verlauf: Von der Antidiskriminierungsstelle, bei der ich die Beschwerde einreichte, wurde ich zur Bundesbeauftragten für Menschen mit Behinderung weitergeleitet. Doch dort sah man sich ebenfalls nicht in der Lage, der diskriminierenden Situation im Flugverkehr aktiv und erfolgreich entgegenzutreten. Man leitete mich weiter an das Luftfahrtbundesamt, der nationalen Durchsetzungsstelle für Verstöße gegen die EU Flugverordnung. Auch dort konnte man mir leider nicht weiterhelfen – ganz offensichtlich wollte oder konnte das Luftfahrtbundesamt nicht wahrhaben, dass Fluggesellschaften Rollstuhlnutzern oder ähnlichen Personengruppen keine entsprechende Hilfeleistung (z.B. einen Bordrollstuhl) bieten, die es ermöglicht, an Bord des Fliegers eine Toilette aufzusuchen. Ich wurde an das Verkehrsministerium weitergeleitet. Hier endet die Kommunikation mit den Worten:

„Unabhängig vom Vorhandensein behindertengerechter Toiletten muss das Luftfahrtunternehmen sicherstellen, dass der Passagier unter Wahrung seiner Privatsphäre die Toilette benutzen kann“ (Luftfahrtbundesamt, 9.9.2008)

An sich ein schönes Statement. Jedenfalls in der Theorie. Auf den Flugalltag jedoch scheint es keine Auswirkung zu haben: Eine Toilette ist für viele mobilitätseingeschränkte Passagiere im Flieger nach wie vor nicht aufsuchbar.

Was seitdem geschehen ist

  • Mittlerweile ist eine Petition für barrierefreies Fliegen auf Bundes- und auf europäischer Ebene auf den Weg gebracht worden.
  • In den Medien ist viel über die Petitionen und die untragbare Situation berichtet worden, siehe Pressespiegel
  • Der NDR hat einen Film über die Toilettensituation im Flugzeug gedreht, siehe „Kampf ums Klo“

Ein Jahr nach in Kraft treten der EU Flugverordnung ist alles beim Alten: Rollstuhlfahrer kommen im Flieger einfach nicht aufs Klo! Ein Bericht zum einjährigen Geburtstag verdeutlicht die unveränderte Lage.

Die in höchstem Maße diskriminierende und unwürdige Situation, in denen Passagiere vom Gang zur Toilette abgeschnitten sind, besteht weiterhin. Sie wiederholt sich täglich ohne dass sich eine Antidiskriminierungsstelle, eine Bundesbeauftragte, ein Luftfahrtbundesamt oder ein Verkehrsministerium sich ihrer nachhaltig angenommen hätte.

Meine Hoffnungen ruhen nun auf Ihnen, Frau Lüders: Machen Sie was!

Mit freundlichen Grüßen
Kay Macquarrie

Nachtrag 15.12.2009

Es gibt Antwort aus dem Haus der Antidiskriminierungsbeauftragten. Und dass, obwohl Frau Lüders ihr Amt noch gar nicht angetreten hat! Man sollte wohl dankbar sein, dass man überhaupt eine Antwort bekommt… allerdings  steht in dem Schreiben wenig neues drin.

Es wird lediglich angekündigt, man wolle auf der ILA Ausstellung 2010 wieder mit den Fluggesellschaften reden … Ich glaube, die Herren und Damen von der Lufthansa und Co bekommen schon weiche Knie.

In der Summe bloss eine neue Weiterleitung

Wikipedia löscht kritischen Lufthansaeintrag

17. November 2009
Lufthansa versus Barrierefreiheit

Lufthansa versus Barrierefreiheit

Da staune ich: Plötzlich ist mein Beitrag „Barrierefreiheit“ im Wikipediaeintrag über die Lufthansa weg! Gelöscht.

Schon kommt mir in den Sinn, die Lufthansa wolle ihr Image aufpolieren und hat den Absatz möglicherweise klammheimlich wegradiert. Oder gibt es womöglich keine Barrieren mehr bei der Deutschen Lufthansa und es muss fortan heißen: Freier Flug für freie Bürger?

Zum Glück gibts bei der Wikipedia ein Archiv über die gemachten Änderungen und schnell werde ich fündig. Eine Diskussion zum Thema Barrierefreiheit bei der Lufthansa verrät, dass sich ein paar Wikipedianer an folgendem stören: Weil die Barrierefreiheit kein spezielles Lufthansa Thema ist, gehöre es auch nicht in den Eintrag hinein.

Hm! Erscheint auf dem ersten Blick logisch. Barrierefrei fliegen können Reisende auch bei viele anderen Airlines nicht.  Das stimmt!

Dann aber denke ich: wenn sich nicht die Lufthansa einsetzt für ein barrierefreies Fliegen, wer denn dann? Welches andere Flugunternehmen in Deutschland oder Europa könnte ein so starke Signalwirkung ausstrahlen wie die Lufthansa?

Und deswegen ist die Kritik, die Lufthansa würde nicht genug machen, für ihre mobilitätseingeschränkten Passagiere richtig, wichtig und legitim. Und gehört in den Wikipediaeintrag.  So lange, bis die Lufthansa ihr Versprechen einlöst und Bordrollstuhl und Klo bereitstellt.

Dikussion um Löschung verfolgen: (auf weiterlesen klicken)

weiter…

Blogger bezwingt Lufthansa!

19. August 2009
Sitz Europäischer Gerichtshof

Sitz des Europäischen Gerichtshofs (Bild Wikipedia)

So oder so ähnlich stelle ich mir die Meldung auf spiegel.de vor.

Dann, wenn die Deutsche Lufthansa endlich beisteuert und den kleinen, aber so hilfreichen Bordrollstuhl für Passagiere mit Mobilitätseinschränkung bereitstellt.

Bis dahin allerdings läuft alles seinen demokratisch vorgesehen Weg

  1. Beschwerde bei der Deutschen Lufthansa einreichen (erledigt)
  2. Beschwerde muss beantwortet werden und der Beschwerdesteller ist mit der Antwort nicht zufrieden (erledigt, denn das bin ich nicht)
  3. Beschwerde bei der nationalen Durchsetzungsstelle einreichen, in Deutschland das Luftfahrtbundesamt LBA (heute erledigt)

und wenn die Antwort vom LBA unbefriedigend ausfällt, geht es früher oder später nach Luxemburg zum Europäischen Gerichtshof.

Das jedenfalls ist der Masterplan!

zum Nachlesen

Lufthansa wieder ohne Bordrollstuhl
Geburtstag! EU Flugverordnung wird 1
Nachgehakt – Lufthansa bald barrierefrei?

Nachgehakt – Lufthansa bald barrierefrei?

1. August 2009

rechtaufklo hakt nach bei der Lufthansa. Diese hatten angekündigt, ihre „Classic Flotte“ mit einem Bordrollstuhl zu versehen. Wann werden die Umbauarbeiten abgeschlossen sein und was ist mit den Fliegern, die nicht zur Classic Flotte gehören?

Platz für Bordrollstuhl

Platz für Bordrollstuhl - Lufthansa rüstet Flotte barrierefrei um

in english: The German Lufthansa plans to make their short-haul flights more accessible for passengers with reduced mobility (PRM). In several weeks they want to provide on-board wheelchairs on their „classic fleet“ aircrafts. In an E-Mail the Lufthansa is aked to specify when their fleet will be wheelchair ready and what happens, if a PRM uses a flight, which does not belong to the categorie „classic fleet“.

E-Mail an Lufthansa

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre E-Mail vom 21. Juli 2009.

Ich bitte um schriftliche Klarstellung folgender Punkte, die in Ihrer E-Mail angesprochen werden:

  1. Bis wann genau erfolgt die Umrüstung der Maschinen und die Ausstattung mit einem dauerhaft untergebrachten Rollstuhl?
  2. Sie schreiben, dass die Umrüstung die Maschinen der Lufthansa Classic Flotte betrifft. Wie viel Prozent der Lufthansa Flotte machen diese Maschinen aus? Was passiert, wenn ein Bordrollstuhl in einem Flieger benötigt wird, der nicht zu der Kategorie „mit Bordrollstuhl“ gehört?
  3. Ich fordere Sie erneut auf, die Entschädigungszahlung zu leisten. Die Grundlage für eine Zahlung ergibt sich aus der Verletzung der mangelhaft erbrachten Beförderung.

Ihren Ausdruck des Bedauerns, dass die Lufthansa Hotline unterschiedliche und widersprüchliche Angaben gemacht hat, nehme ich dankend zur Kenntnis.

Mit freundlichen Grüßen
Kay Macquarrie

Initiative www.rechtaufklo.de

Geburtstag! EU Flugverordnung wird 1

26. Juli 2009

Am 26.7.2008 trat die EU Veordnung für barrierefreies Fliegen in Kraft. Ein Jahr ist das nun her. Doch was hat sich konkret getan? Kommen mobilitätseingeschränkte Passagiere – Passagiere mit Rollstuhl zum Beispiel – mittlerweile im Flieger aufs Klo?

Klar, die Verordnung mag das Bewußtsein geschärft haben – insbesondere bei den Flugunternehmen. Wurde das Klientel von Passagieren mit Mobilitätseinschränkung zuvor einfach ignoriert (jedenfalls hatte ich diesen Eindruck), werden Fluggesellschaften nun durch die EU immerhin auf ihre Pflichten hingewiesen.

Deutsche Lufthansa ohne Bordrollstuhl

Deutsche Lufthansa auch 2009 ohne Bordrollstuhl

So weit so gut. Doch sind wir bereits über den Stand hinaus, dass das Problem erkannt und schriftlich formuliert  ist?

Beispiel Lufthansa

Eines der größten Luftfahrtunternehmen weltweit ist die Deutsche Lufthansa. Doch auch sie weigert sich standhaft, Flüge barrierefrei zu gestalten. Dies sei zu teuer und wirtschaftlich nicht sinnvoll, so Unternehmenssprecher Jan Bärwalde in einem Interview mit der Deutschen Welle.

Und selbst ein kleiner, handlicher Bordrollstuhl wird auf Kurz- und Mittelstreckenflügen noch immer nicht zur Verfügung gestellt. Ganz im Gegensatz zu einer Verlautbarung der Lufthansa vom November 2008 in den Kieler Nachrichten. Hier kündigte das Luftfahrtunternehmen an, diesen „Service“ ab sofort anzubieten. Darüber berichtete auch der NDR in einem kurzen Filmclip. Alles nur PR-Taktik?

Meinen Flug mit Lufthansa im Juni 2009 mußte ich jedenfalls erneut ohne Bordrollstuhl antreten und das trotz mehrfacher und rechtzeitiger Anmeldung meines Bedarfs per E-Mail und Telefon. Die Aussage der Hotline lautete immer wieder: von einem Bordrollstuhl auf Kurzstreckenflügen wissen wir nichts, den bieten wir nur auf Langstrecken an.

Beispiel Ryan Air

Es ist ja nicht so, dass die EU Verordnung nur der Deutschen Lufthansa unwichtig erscheint. Auch Ryanair hält sich nicht an die Regelung und geht sogar noch einen Schritt weiter.  Wer nicht alleine auf Klo gehen könne, der müsse eine Begleitperson mitnehmen!

Bleibt die Frage, wie eine Begleitperson es schaffen soll einen Passagier, der nicht laufen kann, zur Toilette zu bringen, wenn es keinen Bordrollstuhl gibt. Huckepack oder hinter sich her schleifend?! Liebes Ryanair Team: eine Begleitperson ersetzt keinen Bordrollstuhl!

Beispiel Namenlos* und Gelöscht*

Mit Namenlos flog ich im April 2009 von Hamburg über Amsterdam nach Shanghai. Trotz Einsatz moderner und strukturell barrierefreier Flugzeugtypen wieder kein Bordrollstuhl.

Und übrigens: Das häufig gebrachte Argument, ein Bordrollstuhl „sei zu eng für die schmalen Gänge im Flieger“ gilt allein schon deswegen nicht, weil ich als PRM per Bordrollstuhl in das Flugzeug hineinkomme. Sonst könnte ich das Flugzeug ja gar nicht erst besteigen.

Mit Gelöscht ging es im September von Hamburg über Paris in die USA. Natürlich ohne Bordrollstuhl. Die absurde Begründung:

Fluggäste mit eingeschränkter Mobilität müssen selbständig in der Lage sein, den Weg zu den Toiletten, zu bewerkstelligen.

*Namenlos und Gelöscht darf ich aus rechtlichen Gründen nicht mehr beim Namen nennen.

Beispiel Zuschriften

Per E-Mail, telefonisch und per Post erreichen mich Zuschriften von Menschen, die auf ähnliche Probleme stossen, wie oben geschildert.  Darunter auch Menschen, die Fluggesellschaften per Einstweiliger Verfügung dazu zwangen, einen Bordrollstuhl mit sich zu führen. Auch ich habe im April 2009 eine Einstweilige Verfügung gegen eine Luftunternehmen eingereicht. Leider musste ich die Verfügung zurücknehmen, weil mir die Airline drohte, mich nicht alleine zu befördern. Sie bestand auf eine Begleitperson.

Unterm Strich

Auf dem ersten Blick scheint die Flugverordnung nicht viel gebracht zu haben:

  • Kein Bordrollstuhl auf Kurz- und Mittelstrecke
  • Kein Zugang zur Toilette für Passagiere mit Gehbinderung
  • Mangelhafte Auskunft an den Hotlines
  • Mangelhaft geschultes Crewpersonal
  • Keine Möglichkeit, online ein Ticket zu buchen und spezifischen Bedarf anzumelden (z.B. Hilfe beim Ein- und Ausstieg im Flugzeug)

Und doch – vielleicht bewegt sich ja etwas. Immerhin scheinen die Airlines sensibler auf das Thema zu reagieren.  Kürzlich erhielt ich von der Lufthansa ein Schreiben, dass hoffen lässt. Darin heißt es, dass ein Teil der Flugzeuge zur Zeit umgerüstet werden würden, um dann einen Bordrollstuhl mitführen zu können.

Ein Schritt näher Richtung barrierefreiem Flugverkehr?

Lufthansa bald barrierefrei?

26. Juli 2009

Wohl nicht. Aber offensichtlich künftig mit Bordrollstuhl!

Vor einigen Tagen erhielt ich per E-Mail ein Schreiben von der Deutschen Lufthansa. Meine Beschwerde, die Lufthansa hätte wieder keinen Bordrollstuhl bereitgestellt, wurde mit folgenden Worten quittiert:

In Einklang mit der EU-Verordnung werden momentan unsere Fluggeräte umgerüstet, so dass künftig auf jedem Kurzstreckenflugzeug der Lufthansa Classic Flotte ein Rollstuhl dauerhaft untergebracht sein wird. Die Umrüstung der Maschinen wird in einigen Wochen abgeschlossen sein.

Aha! So etwas ähnliches hatte ich von der Deutschen Lufthansa doch schon mal gehört. Damals – im November 2008 – liess der Unternehmenssprecher Jan Bärwalde verlauten:  „Wir stellen auf Kurz- und Mittelstrecken bei einer vorherigen Anmeldung bis 48 Stunden vor Flugbeginn bei Bedarf einen Bordrollstuhl bereit“ (siehe Kieler Nachrichten vom 28.11.2008)

Bleibt zu hoffen, dass die Lufthansa es dieses Mal ernst meint und Worten Taten folgen lässt.

L.A. – so nah und doch so fern

8. Juli 2009

Kein Recht auf Klo für Berliner Filmemacher

Ein Flug nach Los Angeles blieb ein Traum für den Filmemacher und Blogger Jürgen Hobrecht. Warum? Weder  Air France, noch Air Berlin noch Delta Airlines sahen sich in der Lage, dem 52 Jahre alten Rollstuhlfahrer einen barrierefreien Flug anzubieten. Also musste er in Berlin bleiben. Ein Wiedersehen mit seinem alten Kollegen aus Palästina blieb ihm verwehrt.

In seinem Blog jhobrecht.de beschreibt er den Versuch einen Flug zu buchen, bei dem er eine Toilette hätte benutzen können.  Die eindringlichsten Passagen zitiere ich:

Air France

Da ich beim Internetbuchen  nicht eingeben kann, dass ich Rollstuhlfahrer bin, fahre ich nach Tegel, um meinen Reiseplan voranzutreiben. Erste Station ist der Air France Schalter. Ein distanzierter Mensch in den Fünfzigern sucht mir gar nicht erst den gewünschten Flug raus, sondern informiert mich, dass ich eine Flugtauglichkeitsbescheinigung vom Arzt benötige. Dann insistiert er: ”Können Sie laufen?” Ich sage, dass ihn das nichts angeht und frage, wozu er das wissen will.

„Der Mann kann gar nicht laufen“

Er sagt, “wegen der Toilette”. Ich sage, dass ich nicht laufen kann. Er dreht sich um und fragt eine hinter ihm sitzende Frau, so laut, dass es alle Umstehenden hören: ”Der Mann kann gar nicht laufen. Wie kommt er dann zur Toilette?” “Gar nicht,” wird er von der Frau beschieden.  Umstehende gucken mich wortlos an. Als der Mann schließlich sagt, ich benötige eine Begleitperson, sonst würde man mich nicht mitnehmen, bekomme ich einen Wutanfall, kündige an, mich zu beschweren und lasse ihn stehen.

Air Berlin

Ein Anruf bei der Zentrale ergibt, dass das kein Problem ist. Ich fahre nach Hause, will  erst ein Auto buchen und ein Hotel, ehe ich den Flug bestätige.
Am nächsten Morgen rufe ich die Presseabteilung von Air Berlin an, um meinen Flug zu buchen. Ich bitte die ebensfalls betont freundliche Dame dort, mir das Vorhandensein eines Bordrollstuhl und einer Toilette schriftlich zu bestätigen. Ansonsten könne ich nicht buchen. Das versteht sie und verspricht, sich zu kümmern.
Air Berlin ruft an. Das Verhör beginnt von Neuem. “Können Sie laufen?”   ”Also kann ich nun auf´s Klo oder nicht?” frage ich wütend. “Wahrscheinlich nicht,” sagt die Frau. “Denn, eh´, wenn Sie nicht laufen können…” Immer noch scharf auf LA frage ich, ob Sie mir wenigstens den Nebensitz freihalten könne, so dass ich diskret einen Beutel wechseln kann. Das wäre leicht möglich, der Flieger ist nicht ausgebucht. Das verneint  sie strikt. “Das darf ich nicht. Ich kann Ihnen höchstens ein zweites Tickekt verkaufen.” Ich lege auf und starte einen letzten Versuch bei Delta. Die fliegen von Frankfurt direkt nach LA und gelten in den USA als behinderten-freundlich. Die völlig unerfahrene Frau im Call Center weiß nichts von Bordrollstühlen,  geschweige von Behindertenklos. Cool teilt sie mir mit, ich müsse erstmal buchen, damit sie meine Fragen klären könne. Minuten später klingeldt das Telefon. Das Call Center von British Airways. Ich zitiere: “Ich habe Rücksprache gehalten. Es gibt keinen Rollstuhl im Flugzeug. Sie brauchen eine Begleitperson, die Sie zur Toilette bringt. Ein Flug ist nur mit Begleitperson möglich. Allein können Sie nicht fliegen.” (Der O-Ton wird hier demnächst verlinkt)Ich lege auf und beschließe mit Mustafa weiter zu skypen.

Ein paar Meter weiter am Air Berlin Stand gibt es einen Flug von Düsseldorf nach LA, Abflug Dienstag, 7.5. um 13.00, Ankunft, LA Ortszeit 15.50. Also zwölf Stunden Flugzeit-Kosten, abzüglich Journalistenrabtt: 420€. Konkurrenzlos günstig! Ich sehe mich schon im Flieger nach Kalifornien. “Sagen Sie, komme ich an Bord auf Klo, ich meine der Flug dauert 12 Stunden,” will ich wissen. Die freundliche Frau weiß es nicht, will sich aber erkundigen. Ein Anruf bei der Zentrale ergibt, dass das kein Problem ist. Ich fahre nach Hause, will  erst ein Auto buchen und ein Hotel, ehe ich den Flug bestätige.

Am nächsten Morgen rufe ich die Presseabteilung von Air Berlin an, um meinen Flug zu buchen. Ich bitte die ebensfalls betont freundliche Dame dort, mir das Vorhandensein eines Bordrollstuhl und einer Toilette schriftlich zu bestätigen. Ansonsten könne ich nicht buchen. Das versteht sie und verspricht, sich zu kümmern.

Air Berlin ruft an. Das Verhör beginnt von Neuem. “Können Sie laufen?”   ”Also kann ich nun auf´s Klo oder nicht?” frage ich wütend. “Wahrscheinlich nicht,” sagt die Frau. “Denn, eh´, wenn Sie nicht laufen können…” Immer noch scharf auf LA frage ich, ob Sie mir wenigstens den Nebensitz freihalten könne, so dass ich diskret einen Beutel wechseln kann. Das wäre leicht möglich, der Flieger ist nicht ausgebucht. Das verneint  sie strikt. “Das darf ich nicht. Ich kann Ihnen höchstens ein zweites Tickekt verkaufen.” Ich lege auf …

Delta Airlines

… und starte einen letzten Versuch bei Delta. Die fliegen von Frankfurt direkt nach LA und gelten in den USA als behinderten-freundlich. Die völlig unerfahrene Frau im Call Center weiß nichts von Bordrollstühlen,  geschweige von Behindertenklos. Cool teilt sie mir mit, ich müsse erstmal buchen, damit sie meine Fragen klären könne. Minuten später klingelt das Telefon.

„Allein können Sie nicht fliegen”

Ich zitiere: “Ich habe Rücksprache gehalten. Es gibt keinen Rollstuhl im Flugzeug. Sie brauchen eine Begleitperson, die Sie zur Toilette bringt. Ein Flug ist nur mit Begleitperson möglich. Allein können Sie nicht fliegen.”

Lufthansa wieder ohne Bordrollstuhl

2. Juli 2009

Ich dachte ja, dass wir schon weiter wären mit der Barrierefreiheit über den Wolken, seitdem der Unternehmenssprecher der Deutschen Lufthansa im November letzten Jahres großspurig verkündete, dass es Bordrollstühle nun auch auf Kurzstreckenflügen gibt.  Die Nachricht verbreitete sich in Windeseile, nachdem Kieler Nachrichten und Kobinet es publizierten.

Und wie siehts konkret aus? Montag Abend einen Flug gebucht und am Dienstag bei der Hotline angerufen, um den Bordrollstuhl anzumelden. Doch die Dame an der Hotline nur kurz: Bordrollstühle bieten wir nur auf Langstreckenflügen an!

Lufthansa versus Barrierefreiheit
Lufthansa versus Barrierefreiheit
Diesen Flyer habe ich im Herbst letzten Jahres angefertigt – doch ist er noch immer brandaktuell.

Na toll, denke ich mir. Geht es wieder von vorne los. Gleich am Abend setze ich mich mit der medizinischen Abteilung der Lufthansa in Verbindung. Die seien zuständig für „Hilfeleistungen an Bord“. Doch weder Anruf und E-Mail, in denen ich auch auf die Aussagen vom Pressesprecher hinweise, bringen mir die positive Bestätigung über die Bereitstellung eines Bordrollstuhls.

Stattdessen kriege ich heute einen Rückruf: Wir als medizinische Abteilung sind leider nicht für Bordrollstühle zuständig, da müssen Sie sich an die allgemeine Hotline wenden.

Ich melde mich an der allgemeinen Hotline und verlange, mit der Vorgesetzten zu sprechen. Die Dame erzählt mir nach kurzer Prüfung: Sorry, nicht zuständig! und empfiehlt mich an den medizinischen Dienst.

Das gibt es doch nicht, denke ich. Da werde ich von der allgemeinen Hotline zum medizinischen Dienst geschickt, welche mich wiederum an die Hotline verweisen und deren Vorgesetzte dann den Nerv hat, mir zu sagen: Ne, ne sind nicht zuständig!

Um der ganzen Situation die Krone aufzusetzen, teilt sie mir mit, dass selbst wenn sie einen Bordrollstuhl organisieren könnte, wäre es jetzt zu spät. Man müsse den Bedarf ja schließlich 48 Stunden vorher anmelden!

Haste da noch Worte!?!

Der Kampf ums Klo geht in eine neue Runde. War der Kurzfilm des NDRs mit freundlicher Unterstützung der Lufthansa erfolgt, steht die Lufthansa nun selbst am Pranger.

Morgen um 10 Uhr geht mein Flieger – vermutlich mit mir, aber wieder mal ohne Bordrollstuhl!

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Flying with Ryanair

23. Juni 2009

Who thinks travelling with Ryanair is  unconfortable might be right:  expensive drinks, not exactly spacious seats and lots of information that you didn’t ask for („wanna play lotto on-board?“).  And the low-budget airline definiteley gives you a hard time, in case you need something beyond the standards.

Ryanair Airplane
Ryanair Airplane

Still for passengers with reduced mobility they do offer some services.  If you book a flight,  you can already check online what kind of services you need ( This opportunity is not even part of the procedure of the Deutsche Lufthansa or of any other airline I travelled with so far). Another benefit might be related to the size of the aiport. Since ryanair uses own airports they are generally pretty small (Lübeck, Stansted, Skavsta). And I experienced that the smaller the airport the better I can deal with the airport staff about my wishes.

But then again all of the airplanes I used so far, they refused to provide an on-board wheelchair. And so did Ryanair. No on-board wheelchair and no alternative equipment, neither on the outbound flight nor on the way back.  Both of the cabin crews were willing but were not able to help me getting to the toilet.

I handed in a complaint and received the following answer from Ryanair:

Passengers must be capable of using toilet facilities unaided. If not, then he/she must be travel with an able bodied accompanying person aged 16 and over who must be capable of providing the assistance required.

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